Jobwechsel

IHK-Regionalgeschäftsführer Stefan Sprinkart sagt in Kaufbeuren ade

IHK Sprinkart Verabschiedung, v.l. Peter Leo Dobler, Stefan Sprinkart, Markus Brehm

Abschied mit Abstand in Corona-Zeiten: Stefan Sprinkart und die IHK-Regionalvorsitzenden Markus Brehm (rechts) und Peter Leo Dobler (links).

Bild: Mathias Wild

Abschied mit Abstand in Corona-Zeiten: Stefan Sprinkart und die IHK-Regionalvorsitzenden Markus Brehm (rechts) und Peter Leo Dobler (links).

Bild: Mathias Wild

IHK-Regionalgeschäftsführer Stefan Sprinkart wechselt den Job. In Kaufbeuren wurde er verabschiedet. Was für ihn das Motto "bilden, bündeln und beraten" ausmacht.

09.06.2020 | Stand: 12:35 Uhr

„Ganz so schlecht war es nicht, sonst hätte ich es ja nicht zweimal gemacht.“ Lächelnd nimmt IHK-Regionalgeschäftsführer Stefan Sprinkart (43) mit diesen Worten Abschied. Von 2011 bis 2012 und seit 2017 führte der gebürtige Immenstädter die Regionalgeschäftsstelle mit Büros in Kempten und Kaufbeuren. Nun wechselt er als Projektsteuerer zur Oberallgäuer Wohnungsbaugesellschaft SWW. Ein Nachfolger für ihn steht noch nicht fest. Er soll laut Sprinkart aber „möglichst zeitnah“ beginnen. Die Vertretung übernimmt der stellvertretende IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Anselment.

Beharrlichkeit gelobt

An Sprinkarts letztem Arbeitstag im Dienst der Kammer verabschiedeten die beiden Regionalvorsitzenden Markus Brehm (Kempten/Oberallgäu) und Peter Leo Dobler (Kaufbeuren/Ostallgäu) in Kaufbeuren den hauptamtlichen Geschäftsführer und lobten die gute Kooperation. Sprinkart habe viele Projekte mit „Konsequenz und Beharrlichkeit vorangetrieben, vor allem aber mit Freundlichkeit“, sagte Brehm. Er nannte beispielhaft den B 12-Ausbau, die Aus- und Weiterbildung sowie die Berufsorientierung an Gymnasien. Dobler freute sich, dass Sprinkart ihn gemeinsam mit seinem Vorgänger Gerhard Schlichtherle in „toller Zusammenarbeit“ 2018 an eine neue Aufgabe in der Regionalversammlung Kaufbeuren-Ostallgäu herangeführt habe.

"Direkter Draht"

Als eine seiner wesentlichen Erfahrungen in der Zeit als Regionalgeschäftsführer, die von Tätigkeiten bei der IHK Schwaben in Augsburg und beim Allgäuer Zeitungsverlag in Kempten unterbrochen war, nannte Sprinkart den Kontakt zum Ehrenamt in den Regionalversammlungen. Sie stellten den „direkten Draht“ in die Mitgliedsbetriebe dar. In den beiden Gremien vertreten laut IHK 76 Unternehmer die Belange von 33 000 Firmen zwischen Oberstdorf und Dietmannsried im Oberallgäu sowie Füssen und Buchloe im Ostallgäu. Die Aufgabe des Regionalgeschäftsführers sei die eines „Netzwerkers“, sagte Sprinkart. Die Bandbreite etlicher anderer Aufgaben unter dem Motto „bilden, bündeln und beraten“ reiche von A wie Ausbildung, über P wie Prüfungswesen bis Z wie Zollfragen.

Und dann kam Corona

Auf eine Erfahrung in den letzten Monaten im Dienst der IHK hätte er wie viele andere durchaus verzichten können: die Corona-Krise mit ihren laut Sprinkart noch unabsehbaren Folgen, einem großen Beratungsbedarf und auch dem vorübergehenden Fast-Stillstand in den Büros der Regionalgeschäftsstelle. Dennoch werde sich in der Kammerarbeit und in den Betrieben trotz aller Probleme auch die ein oder andere Erkenntnis aus der Krise positiv niederschlagen, etwa zur Digitalisierung, zu Möglichkeiten des Homeoffice und flexiblen Arbeitszeitmodellen.