Fußball

In Oberbeuren und Mauerstetten wird wieder trainiert

Fußball-Training Corona Oberbeuren

Beim Fußball-Training des TSV Oberbeuren wird auf das Einhalten der Abstände geachtet.

Bild: Manuel Weis

Beim Fußball-Training des TSV Oberbeuren wird auf das Einhalten der Abstände geachtet.

Bild: Manuel Weis

In Corona-Zeiten von Corona ist bei den Fußballern vieles anders. Trainiert wird in Vierergruppen und mit Abstand. Was die Vereine beim Training noch beachten.

03.06.2020 | Stand: 07:30 Uhr

Es ist ein Geräusch, das so sehr auf einen Fußballplatz gehört – das Klacken, wenn das runde Leder auf einen Fußballschuh trifft, wenn der Ball getreten wird und seinen Weg Richtung Tor nimmt. Lange Zeit war es auf den Plätzen in der Region nicht zu hören. Der TSV Oberbeuren hat nun als einer der ersten Vereine den Trainingsbetrieb unter Beachtung der geltenden Coronaregeln wieder aufgenommen.

Nach Corona-Pause: Freude über Rückkehr auf den Trainingsplatz

Es ist natürlich eine andere Art Fußball, der dieser Tage auf dem Oberbeurer Sportplatz zu sehen ist. Dort, wo vor ziemlich genau einem Jahr der Aufstieg in die Kreisliga gefeiert wurde, tummeln sich nun gerade einmal vier Spieler. Die Umkleidekabinen sind gesperrt, die Fußballschuhe werden also im eigenen Auto-Kofferraum sitzend geschnürt. „Mehr geht halt nicht“, sagt Markus Riefler im Laufe der exakt 55 Minuten langen Einheit. An vier Abenden in der Woche bietet der TSVO Fußballtraining an.

„Das Angebot kommt bei den Spielern gut an“, sagt Riefler, der eigentlich Trainer der ersten Mannschaft ist, sich neuerdings aber auch Hygiene- und Coronabeauftragter des Vereins nennen kann. Dass die geltenden Regeln streng eingehalten werden, ist somit sein Job. An diesem Abend muss er seine Schützlinge aber nicht drauf hinweisen.

Der Verein hat feste Vierergruppen gebildet, unter Einhaltung von mindestens zwei Metern Abstand trainieren also immer die gleichen Spieler. „Natürlich ist das eine andere Art von Fußball, aber es sind auch die Basics“, erklärt Riefler.

Auch in Mauerstetten sind die Fußballer wieder aktiv

Seit zwei Wochen trainieren auch die Spieler des SV Mauerstetten wieder. Der Verein hatte sich bereits im Vorfeld viele Gedanken gemacht und Vorbereitungen getroffen, um in allen Abteilungen möglichst schnell wieder auf den Trainingsplatz zu gehen. „Uns geht es vor allem darum, dass die Leute die Bindung zum Verein nicht verlieren“, sagt Abteilungsleiter Benedikt Amberger. Beim Ligakonkurrenten der Oberbeurer war es deshalb der klare Wunsch aller Beteiligten, den Sportbetrieb schnellstmöglich wieder aufzunehmen. „Und bisher haben wir nur positive Rückmeldungen bekommen“, sagt Amberger.

Welche Hindernisse beim Fußball-Training auftauchen

Gemäß des Hygienekonzepts darf der Ball beim Training des TSV Oberbeuren nicht geköpft werden, auch in die Hand genommen werden soll er nicht. Zweikämpfe gibt es derzeit auch nicht. Den Kopf aber würden die Akteure dennoch brauchen. Ein Ball landet während einer Trainingseinheit im höheren Gras, abseits des hergerichteten Grüns.

Früher, in Zeiten vor der Pandemie, wäre das runde Leder wohl aufgehoben und dann auf das Feld zurück gekickt worden. Nun gilt es, den Ball mit dem Fuß aus dem Gestrüpp zu bugsieren. Die Trainierenden müssten daher hellwach sein, um die Regeln jederzeit zu beachten. Riefler versichert, auf die Hygiene-Regeln werde „penibel“ geachtet.

Vorbild für andere Vereine aus dem Ostallgäu

Auf dem Trainingsplan stehen diverse Spielformen; etwa Fußball-Tennis, Passübungen, Einheiten zur Verbesserung der Technik. Riefler will den Wettkampf-Charakter hochhalten, setzt Zielvorgaben. So müssen die Spieler nun während einer Trainingseinheit Punkte sammeln. Die Möglichkeit, nun wieder in Kleingruppen gegen den Ball zu treten, sei das eine. Das andere aber würde immer noch fehlen – die sozialen Angebote abseits des grünen Rasens. Die ausführlichen Mannschaftsbesprechungen, gesellige Abende im Kreise der Team-Kameraden. „Das fehlt brutal“, weiß Riefler. Er hofft in nächster Zeit auf weitere Lockerungen der Corona-Regeln.

Ab Mitte Juni soll im Freien Mannschaftstraining wieder mit 20 Leuten erlaubt sein. Dann wird noch mehr Betrieb auf den Plätzen in Mauerstetten und Oberbeuren herrschen. Und mehr Normalität. Und bis dahin dient weiterhin der Autokofferraum als Mini-Umkleide.