Nachhaltiger Strom

Großprojekt am BKH Kaufbeuren: Bezirk setzt auf die Kraft der Sonne

Die Bezirkskliniken Schwaben wollen am Standort Kaufbeuren verstärkt auf nachhaltige Energiegewinnung aus regenerativen Quellen setzen. Dazu planen sie eine Millioneninvestition in Fotovoltaikanlagen. Mehr als 1000 Module sollen auf den Dächern installiert werden.

Die Bezirkskliniken Schwaben wollen am Standort Kaufbeuren verstärkt auf nachhaltige Energiegewinnung aus regenerativen Quellen setzen. Dazu planen sie eine Millioneninvestition in Fotovoltaikanlagen. Mehr als 1000 Module sollen auf den Dächern installiert werden.

Bild: Ulrich Wagner

Die Bezirkskliniken Schwaben wollen am Standort Kaufbeuren verstärkt auf nachhaltige Energiegewinnung aus regenerativen Quellen setzen. Dazu planen sie eine Millioneninvestition in Fotovoltaikanlagen. Mehr als 1000 Module sollen auf den Dächern installiert werden.

Bild: Ulrich Wagner

Am Bezirkskrankenhaus Kaufbeuren sollen 1000 Photovoltaikmodule angebracht werden. Zudem sind 23 Appartements für Beschäftigte geplant.
13.07.2022 | Stand: 17:53 Uhr

Die Bezirkskliniken Schwaben wollen in Kaufbeuren zunehmend auf nachhaltige Energiegewinnung setzen. Dazu planen sie eine Millioneninvestition in Photovoltaikanlagen, heißt es in einer Pressemitteilung. Auf den Dächern der Klinikgebäude sollen über 1000 Module installiert werden.

Strom entspricht dem Jahresverbrauch von 140 Häusern

Sie sollen künftig so viel Strom erzeugen, wie eine Wohnsiedlung mit 140 Häusern pro Jahr verbrauchen würde. Wie Wolfgang Siebenhütter, Leiter des Service-Centers Bau bei den Bezirkskliniken, mitteilt, werden derzeit die Ausschreibungsunterlagen für das Großprojekt erstellt. Wenn diese fertig sind, soll öffentlich ausgeschrieben werden. „Wir hoffen darauf, bei der Suche nach einer Firma erfolgreich zu sein“, sagt Siebenhütter.

Geplant ist, die Photovoltaikanlagen im Lauf des nächsten Jahres zu installieren. Im Einzelnen sind es drei Bereiche, die die Verantwortlichen in den Fokus genommen haben: die Gebäude des Kaufbeurer Bezirkskrankenhauses (BKH) selbst, die benachbarte Klinikküche, die zusammen mit dem Klinikverbund Ostallgäu-Kaufbeuren betrieben wird, sowie das Wirtschaftshochhaus des BKH, das unabhängig davon saniert und umgebaut werden soll.

Im L-Bau des BKH Kaufbeuren entstehen Wohnungen für Mitarbeiter

Wie berichtet, sollen in dem sechsstöckigen Gebäude Appartements für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entstehen. Neu ist, dass dafür ein weiteres Stockwerk vorgesehen ist und sich die Zahl der Wohnungen für Beschäftigte damit auf 23 erhöht. Das Wirtschaftshochhaus, der sogenannte L-Bau, ist das höchste Gebäude auf dem Kaufbeurer BKH-Gelände.

Auf den Süd-, Ost- und Westseiten des Wirtschaftshochhauses sollen zwischen den Fensterbünden und auf dem Dach jeweils Photovoltaikelemente installiert werden, so der Leiter des SC Bau. Die erneuerungsbedürftige Außenhaut des Gebäudes in Stahlbetonweise soll eine Metallfassade bekommen. Alles in allem rechnet Siebenhütter derzeit mit Gesamtkosten von 7,5 Millionen Euro.

Gebäude des BKH wird umfassend saniert

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Bestandteile des Vorhabens sind auch eine statische Sanierung sowie der Einbau eines Aufzugs. Berechnungen haben ergeben, dass allein auf den Gebäuden des BKH, die überwiegend Flachdächer haben, fast 700 Module errichtet werden können. Damit können etwa 423.000 Kilowattstunden Strom erzeugt werden, informiert Projektplaner Norbert Neher vom Büro „Walter konzept“ in Ellwangen. Hinzu kommen 310 Module auf dem Gebäude der Klinikküche. Prognostizierte Leistung: 119.000 Kilowattstunden Strom. „Wenn man von einem Durchschnittsverbrauch von 3500 bis 4000 Kilowattstunden eines Einfamilienhauses ausgeht, wären das insgesamt fast 140 Häuser, die damit ein Jahr lang versorgt werden könnten“, rechnet Neher vor.

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Stefan Brunhuber, Vorstandsvorsitzender der Bezirkskliniken Schwaben, geht derzeit von Investitionen in Höhe von 660.000 Euro für die Photovoltaikanlage auf den BKH-Gebäuden und weiteren 200.000 Euro für die Module auf der Klinikküche aus. „Eine sehr sinnvolle Investition, und das aus mehreren Gründen“, wird Brunhuber in der Pressemitteilung zitiert. Dadurch werde Strom aus regenerativen Quellen erzeugt, wobei das BKH und die Bezirkskliniken hier mit gutem Beispiel vorangehen wollen.

Bezirkskrankenhaus ist "Green Hospital"

Das BKH Kaufbeuren ist gemeinsam mit dem BKH Günzburg bereits 2013 von der Bayerischen Staatsregierung als „Green Hospital“ ausgezeichnet worden. Seitdem haben beide Standorte weiter am Umwelt- und Klimaschutz gearbeitet. Die Idee des nachhaltigen Umwelt- und Klimaschutzes werde mit dem anstehenden Großprojekt verfolgt und umgesetzt, so Brunhuber. Der Verwaltungsrat der Bezirkskliniken unter Vorsitz von Bezirkstagspräsident Martin Sailer hat dem Vorhaben bereits zugestimmt.

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