Winterdienst

Kaufbeurer Bauhofleiter: "Können nicht überall gleichzeitig sein“

Gut vorbereitet: Wenngleich es in den kommenden Tagen wahrscheinlich noch nicht gebraucht wird, montiert Bauhofmitarbeiter Alfred Dodel schon mal den Räumschild an den Unimog.

Gut vorbereitet: Wenngleich es in den kommenden Tagen wahrscheinlich noch nicht gebraucht wird, montiert Bauhofmitarbeiter Alfred Dodel schon mal den Räumschild an den Unimog.

Bild: Mathias Wild

Gut vorbereitet: Wenngleich es in den kommenden Tagen wahrscheinlich noch nicht gebraucht wird, montiert Bauhofmitarbeiter Alfred Dodel schon mal den Räumschild an den Unimog.

Bild: Mathias Wild

Noch bleiben die Temperaturen mild – der Bauhof der Stadt Kaufbeuren ist trotzdem schon in Winterbereitschaft. Welche Proritäten gelten beim Räumen?
04.11.2020 | Stand: 18:00 Uhr

Auch wenn die Temperaturen in den kommenden Tagen eher mild werden – der Bauhof der Stadt Kaufbeuren ist bereits in Winterbereitschaft. Das heißt, dass sich ein Großteil der über 80 Mitarbeiter bereithalten, um auf Abruf – oft zu nachtschlafender Zeit – dafür zu sorgen, dass der Verkehr auf den Straßen trotz Eis und Schnee möglichst reibungslos fließen kann. Dabei kommen neun große sowie eine Reihe kleinerer Winterdienstfahrzeuge zum Einsatz.

Erst das Klinikum, Schulen und Kitas

Auch in diesem Jahr liegt Streusplitt für die Kaufbeurer zur Abholung bereit. Geräumt und gestreut wird nach einem Dringlichkeitsplan: Als erstes sind die Haupt- und Durchfahrtsstraßen, sowie die Zufahrt zum Klinikum, Strecken des öffentlichen Personenverkehrs und Zufahrten zu Kindergärten und Schulen an der Reihe. Anschließend räumt der Bauhof Wohnsammelstraßen und Straßen mit starkem Gefälle. Bauhofleiter Georgio Buchs bittet um Geduld: „Wir können nicht überall gleichzeitig sein.“

Beim Parken müssen Anwohner mitdenken

Immer wieder werde es vor allem in kleineren Straßen eng – geparkte Autos machen es dem Winterdienst schwer, durchzukommen. „Die Schneepflüge sind bis zu dreieinhalb Meter breit. Das entspricht etwa der Breite von zwei Autos nebeneinander“, erläutert Buchs und bittet, dies beim Parken bei entsprechender Witterung zu beachten.

Beim Streuen achte der Bauhof auf einen tragbaren Kompromiss zwischen Sicherheit und Umweltschutz. Auf den Straßen komme Streu- oder Feuchtsalz zum Einsatz. Letzteres verringere die erforderliche Salzmenge erheblich. Auf öffentlichen Geh- und Radwegflächen werden zusätzlich abstumpfende Streustoffe sowie ein Splittsalzgemisch verwendet. Splitt oder Splittsalzgemisch ist laut Bauhof auch für die Bürger die erste Wahl für die zu räumenden Gehwege. Der Bauhof bietet auch dieses Jahr wieder kostenlos Streugut für den Winter an. die an insgesamt 15 Abholplätzen im Stadtgebiet erhältlich sind (wir berichteten).

Nur Streusalz mit Umweltzeichen kaufen

Beim Kauf von Streumaterial sollte auf das Umweltzeichen geachtet werden. Für das Räumen und Streuen von Gehwegen sind die Eigentümerinnen und Eigentümer des angrenzenden Grundstücks verantwortlich. Die Gehwege sollten so geräumt und gestreut werden, dass zwei Fußgänger gefahrlos aneinander vorbeigehen können. Das entspricht ungefähr einer Breite von einem Meter. Bei anhaltendem Schneefall oder Glätte sind die Eigentümer verpflichtet, in angemessenen Zeitabständen erneut zu räumen und zu streuen. Sie müssen ihrer Streupflicht werktags ab 7 Uhr, sonn- und feiertags ab 8 Uhr nachgekommen. Die Streupflicht endet um 20 Uhr. Der Bauhof bittet darum, den Schnee an den Rand des Gehweges zu räumen und nicht auf die Straße. Damit ist bei Tauwetter ein guter Wasserablauf gewährleistet. Manchmal lasse es sich nicht vermeiden, dass Schneereste bei der Räumung der Straße wieder auf den frisch geräumten Gehwegen landen. Hier bittet der Bauhof um Verständnis.

Gut zu wissen:

Informationen zum Thema Streuen und Räumen hat der Bauhof Kaufbeuren in einem Flyer zusammengestellt, der unter anderem im Bauhof, im Rathaus sowie in den Bürgerbüros oder im Internet erhältlich ist.

Fragen beantwortet der Bauhof auch unter der Telefonnummer 08341/437-550.