Anwohnerin fordert nach Brückensperrung sichere Querung

Kaufbeurerin kritisiert fehlende Möglichkeiten, Neugablonzer Straße zu überqueren

Eine AZ-Leserin fordert eine sichere alternative Querung für Fußgänger über die Neugablonzer Straße, solange die Brücke gesperrt ist.

Eine AZ-Leserin fordert eine sichere alternative Querung für Fußgänger über die Neugablonzer Straße, solange die Brücke gesperrt ist.

Bild: Mathias Wild

Eine AZ-Leserin fordert eine sichere alternative Querung für Fußgänger über die Neugablonzer Straße, solange die Brücke gesperrt ist.

Bild: Mathias Wild

Nachdem die zehnjährige Freundin ihrer Tochter über die vielbefahrene Neugablonzer Straße gerannt ist, fordert eine Kaufbeurerin die Stadt zum Handeln auf.
11.12.2020 | Stand: 12:00 Uhr

„Traurig“ macht es eine AZ-Leserin, dass die Stadt Kaufbeuren sich nicht mehr um einen sicheren Alternativ-Übergang für die gesperrte Fußgängerbrücke über der Neugablonzer Straße gekümmert habe. Seit dem 4. November ist die Fußgängerbrücke gesperrt, weil sie nach einem Unfall neu instandgesetzt werden muss.

Dabei seien die Ausweichmöglichkeiten nicht ausreichend gut beschildert – besonders für Ortsunkundige – und bedeuteten teils einen zehnminütigen Umweg. (Lesen Sie auch: Fuß- und Radwegkonzept in Kaufbeuren: Wann gibt es für Radler und Fußgänger grünes Licht?)

Manche Kaufbeurer überqueren einfach Neugablonzer Straße

Viele entschieden sich laut unserer Leserin, die in der Nähe wohnt, deshalb dafür, die Straße darunter direkt zu überqueren – so auch die zehnjährige Freundin ihrer Tochter. „Sie ist auf dem Weg zu uns über die Straße gerannt, weil sie keinen anderen Weg gesehen hat.“

Auf der Straße, welche unter der Brücke in einer Kurve liegt, gilt Tempolimit 60. In Wirklichkeit fahren einige Autofahrer laut der Leserin deutlich schneller. Sie wäre deshalb für eine sichere Querungshilfe an der Stelle, zum Beispiel eine Behelfsampel, bis die Fußgängerbrücke wieder freigegeben ist.

Ampel laut Stadt "keine passende Maßnahme"

„Eine Ampel ist für 300 Meter Umweg keine passende Maßnahme“, sagt Christof Roth vom Kaufbeurer Tiefbauamt im Hinblick darauf, dass die Brücke bald repariert werden soll. Und es gebe schließlich mehrere Schilder, welche auf die alternativen Wege hinwiesen – an der Brücke, am Kreisverkehr, am ehemaligen Radweg und an dem kleinen Weg, von dem es vom Radweg zur Brücke hochgeht.

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„Wir wissen noch nicht, wann wir die Fußgängerbrücke wieder öffnen können“, sagt Roth. Dass es noch bis ins Jahr 2021 dauert, ist er sich allerdings sicher.

Umweg bei gesperrter Brücke über Neugablonzer Straße "zumutbar"

Die bisherigen Umwege haben sieben Minuten gekostet, und ab Ende November ist auch der Radweg gegenüber für Fußgänger freigegeben worden. Passanten müssen dann zum Kreisverkehr, dort über den Zebrastreifen und können anschließend über den Radweg zurück auf den Gehweg gelangen. Das sind laut Roth 300 zumutbare Meter Umweg.

Die Leserin sieht das anders: „Es ist eine klare Wertung der Stadt, zu sagen, dass Autos da weiter durchsausen können und Fußgänger halt irgendwie ihren Weg finden müssen.“ Lesen Sie auch zum Thema Stadtentwicklung: Wohin steuert Kaufbeuren? Fahrplan für die Politik