Soziales

Kooperation zwischen Stadt Kaufbeuren und Bezirk Schwaben: Mehr Bürgernähe als Ziel

Bessere Hilfe für Senioren oder Menschen mit Behinderungen sieht eine Kooperation von Bezirk und Stadt vor.

Bessere Hilfe für Senioren oder Menschen mit Behinderungen sieht eine Kooperation von Bezirk und Stadt vor.

Bild: Rald Lienert (Symbolfoto)

Bessere Hilfe für Senioren oder Menschen mit Behinderungen sieht eine Kooperation von Bezirk und Stadt vor.

Bild: Rald Lienert (Symbolfoto)

Der Bezirk Schwaben und die Stadt Kaufbeuren vernetzen sich, um die Beratung zu sozialen Angeboten zu verbessern. Warum Hilfe aus einer Hand immer wichtiger wird.

Bessere Hilfe für Senioren oder Menschen mit Behinderungen sieht eine Kooperation von Bezirk und Stadt vor.
Von Redaktion Allgäuer Zeitung
03.01.2021 | Stand: 12:30 Uhr

Mehr Bürgernähe – das erhoffen sich Bezirkstagspräsident Martin Sailer und Oberbürgermeister Stefan Bosse von einer Kooperation, die nun zwischen der Stadt Kaufbeuren und dem Bezirk vereinbart worden ist. Denn wenn Senioren oder Menschen mit Behinderung öffentliche Hilfen benötigen, ist es für sie oft schwierig zu wissen, an wen sie sich wenden sollen: den Landkreis, die kreisfreie Stadt oder den Bezirk Schwaben.

Angebote vernetzen

Um die Zuständigkeiten und Angebote transparenter zu gestalten, besser aufeinander abzustimmen und miteinander zu vernetzen, trifft der Bezirk Schwaben derzeit mit den schwäbischen Landkreisen und kreisfreien Städten Kooperationsvereinbarungen. Mit der Stadt Kaufbeuren ist diese Zusammenarbeit nun bereits unterschriftsreif. Oberbürgermeister Stefan Bosse und Bezirkstagspräsident Martin Sailer unterzeichneten das Papier.

Grundlage ist ein neues Gesetz

Hintergrund ist das „Gesetz zur Ausführung der Sozialgesetze“, das zum 1. Januar 2020 in Kraft trat. Bezirkstagspräsident Sailer sagte, der Eindruck des „Behördendschungels“ müsse vermieden werden. Ziel der Kooperation sei es, den Grundsatz „Hilfen aus einer Hand“ zu verwirklichen. „Es geht allein um die betroffenen Menschen und darum, ihnen den Lebensalltag zu erleichtern“, sagte Stefan Bosse.

"Sozialräume" gestalten

Die Kooperationsvereinbarung sieht jedoch noch weit mehr vor als eine optimierte Zusammenarbeit bei Einzelfällen. „Ziel ist auch die Gestaltung inklusiver Sozialräume“, erläuterte Benjamin Gunkel, beim Bezirk Schwaben für Themen der Sozialplanung zuständig. Das solle beispielsweise durch die gegenseitige Unterstützung und Abstimmung bei Planungen wie dem Seniorenpolitischen Gesamtkonzept, der Teilhabestrukturplanung, dem Aktionsplan Inklusion und weiteren Vorhaben zum Tragen kommen.