Siegerehrung: Aktion Stadtradeln für die Umwelt

Lockdown lässt Kaufbeurer ordentlich in die Pedale treten

Urkunden, Warengutscheine und Überraschungspakete – die fleißigsten Kaufbeurer „Stadtradler“ wurden im Rathaus für ihre vielen Kilometer auf dem Rad belohnt. Bei der Preisverleihung gratulierten Oberbürgermeister Stefan Bosse (hinten, Mitte) und die Projektleiterin der „Gesunden Kommune“, Julia Mergler (vorne, rechts).

Urkunden, Warengutscheine und Überraschungspakete – die fleißigsten Kaufbeurer „Stadtradler“ wurden im Rathaus für ihre vielen Kilometer auf dem Rad belohnt. Bei der Preisverleihung gratulierten Oberbürgermeister Stefan Bosse (hinten, Mitte) und die Projektleiterin der „Gesunden Kommune“, Julia Mergler (vorne, rechts).

Bild: Marketingagentur Tenambergen

Urkunden, Warengutscheine und Überraschungspakete – die fleißigsten Kaufbeurer „Stadtradler“ wurden im Rathaus für ihre vielen Kilometer auf dem Rad belohnt. Bei der Preisverleihung gratulierten Oberbürgermeister Stefan Bosse (hinten, Mitte) und die Projektleiterin der „Gesunden Kommune“, Julia Mergler (vorne, rechts).

Bild: Marketingagentur Tenambergen

Mehr als 1000 Kaufbeurer nehmen am Stadtradeln teil und schonen so die Umwelt. Die Pandemie treibt die Teilnehmerzahlen nach oben. Was die Radfahrer motiviert.
Urkunden, Warengutscheine und Überraschungspakete – die fleißigsten Kaufbeurer „Stadtradler“ wurden im Rathaus für ihre vielen Kilometer auf dem Rad belohnt. Bei der Preisverleihung gratulierten Oberbürgermeister Stefan Bosse (hinten, Mitte) und die Projektleiterin der „Gesunden Kommune“, Julia Mergler (vorne, rechts).
Von Redaktion Allgäuer Zeitung
27.09.2020 | Stand: 08:10 Uhr

Mehr als 1000 Kaufbeurer fuhren im Juli bewusst häufiger mit dem Fahrrad und sparten so rund 34 Tonnen CO2 ein. Die fleißigsten Teilnehmer des Stadtradelns wurden nun geehrt.

Fahrrad-Boom

Frühsommer 2020: Lockdown. Strahlender Sonnenschein. Das Fahrrad als Fortbewegungsmittel boomt. Genau in diesen Zeitraum fiel in diesem Jahr das Stadtradeln in Kaufbeuren. Kein Wunder also, dass sich die Zahlen im Vergleich zum Vorjahr in vielen Bereichen mehr als verdoppelten. Drei Wochen lang tauschten die Teilnehmer Auto, Bus oder Mofa gegen den guten alten Drahtesel, sparten so CO2 – und traten dabei im Wettbewerb gegeneinander und gegen andere Städte an.

Im Duo gefahren

Auch die Schüler Raphael Gaumann und Maxim Horich, beide 13 Jahre alt, nutzten die außergewöhnlichen Umstände für die Teilnahme am Wettbewerb: Die beiden fuhren zwischen 6. und 26. Juli mit über 1000 anderen Kaufbeurern um die Wette. Angemeldet hatten sich die beiden Klassenkameraden unabhängig voneinander. Nach und nach habe sich zwischen ihnen dann ein Kräftemessen um die meisten Kilometer entwickelt. „Wir haben immer geguckt, wie viel der andere schon gefahren ist“, sagte Maxim. Er fuhr besonders viele Fahrradtouren rund um Kaufbeuren, Raphael radelte einmal sogar fast bis nach Kempten. Belohnt wurden die beiden dann nicht nur mit viel frischer Luft und körperlicher Fitness – sondern waren letztlich sogar die Kaufbeurer mit den meisten Kilometern. Bis zum Ende blieb ihr Wettbewerb spannend: nur zwei Kilometer trennten sie in der Kategorie „Beste Einzelradler“ voneinander. Das knapp bessere Ergebnis hatte Raphael Gaumann. Mit 2733 Kilometern erhielt er bei der Preisverleihung das bedruckte Siegertrikot.

Ehrung im Rathaus

Julia Mergler, Projektleiterin „Gesunde Kommune“ des Kaufbeurer Bildungsbüros, ehrte gemeinsam mit Oberbürgermeister Stefan Bosse und Jugend- und Familienreferatsleiter Alfred Riermeier die Gewinnerteams und Einzelsieger im Kaufbeurer Rathaus. Mit ihren vielen Kilometern hatten die beiden Jung-Radler auch zum Teamsieg des Jakob-Brucker-Gymnasiums beigetragen. Die über 200 teilnehmenden Schüler fuhren dem zweitplatzierten Mariengymnasium (über 160 aktive Radlerinnen) und den 38 hochmotivierten Radlern von Humedica klar davon.

Einmal um den Äquator

„Eine ganz beachtliche Leistung“, sagte Julia Mergler staunend über die Strecke, die die Jakob-Brucker-Schüler zurückgelegt hatten: Mit über 50.000 Kilometern haben sie die Länge des Äquators übertroffen. Logisch, dass die beiden Schul-Teams auch die Kategorie „Schulradeln“ für sich entschieden und die Jörg-Lederer-Mittelschule auf den dritten Platz verwiesen.

Komplett aufs Auto verzichtet

Eine besondere Ehrung erhielt, wie auch schon im Vorjahr, Christoph Gießing. Er hatte sich erneut der Kategorie „Stadtradeln-Star“ angenommen und während der 21 Tage komplett auf das Auto verzichtet. Eine Einschränkung sei das für ihn nicht gewesen, auch das restliche Jahr ziehe Gießing den Drahtesel dem Auto vor. „Ich fahre auch mit dem Fahrrad nach Buchloe in die Arbeit“, verriet er und ließ anklingen, dass er beim nächsten Stadtradeln gegen einen oder sogar mehrere Konkurrenten in der Sonderkategorie nichts einzuwenden hätte.