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Hehre Ziele und schlichte Lüste

Moderne Shakespeare-Inszenierung im Stadttheater Kaufbeuren

Shakespeare Company Kulturring I

Die Schauspieler bei der Aufführung von William Shakespeares „Verlorene Liebesmühe“ im Kaufbeurer Stadttheater schlüpften rasant in viele Rollen: (von links) Benjamin Plath, Thilo Herrmann, Vera Kreyer und Isabelle Feldwisch.

Bild: Harald Langer

Die Schauspieler bei der Aufführung von William Shakespeares „Verlorene Liebesmühe“ im Kaufbeurer Stadttheater schlüpften rasant in viele Rollen: (von links) Benjamin Plath, Thilo Herrmann, Vera Kreyer und Isabelle Feldwisch.

Bild: Harald Langer

„Verlorene Liebesmühe“ der Shakespeare Company Berlin trifft das rechte Maß zwischen Pathos und Ironie – ganz im Sinn des Schöpfers und des Kaufbeuer Publikums.
21.01.2022 | Stand: 05:30 Uhr

Ja, dieses Theaterstück könnte gut und gerne auch ein Sommernachtstraum sein – an einem lauen Abend unter freiem Himmel gespielt. Passend zum südländischen Handlungsort, den William Shakespeare für seine weniger bekannte Komödie „Verlorene Liebesmühe“ gewählt hat. Passend auch zur launigen, unverkünstelt-modernen Inszenierung der Shakespeare Company Berlin. Doch die Wirklichkeit beim Kulturring-Gastspiel des Ensembles in Kaufbeuren war eine ganz andere: Draußen vor dem Stadttheater winterliche Kälte und Dunkelheit, drinnen spärlich besetzte Ränge im dennoch ausverkauften Haus und überall FFP2-Masken – sogar auf den Gesichtern der Schauspieler, wenn sie immer mal wieder durch den Zuschauerraum tobten. Und doch verschafften die sechs Darsteller unter der Regie von Jens Schmidl dem Publikum zweienhalb Stunden unbeschwerte, aber keineswegs oberflächliche Bühnenfreuden.

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