Irsee

Neues Forum für Geschichtsforschung

Irseer Blätter Erste Ausgabe der Reihe mit Beiträgen zur Historie des Marktes und des Klosters erschienen
Von az
10.05.2019 | Stand: 15:38 Uhr

Kaufbeuren hat die „Geschichtsblätter“, Köln ein „Domblatt“ und in der Marktgemeinde Irsee erscheint nun auch regelmäßig ein Heft mit Beträgen zur lokalen Historie: die „Irseer Blätter zur Geschichte von Markt und Kloster Irsee“. Herausgegeben werden diese von der Geschichtswerkstatt Irsee und dem Schwäbischen Bildungszentrum im ehemaligen Kloster. Zweimal im Jahr soll nun über erlebte Geschichte wie historische Zusammenhänge des Ostallgäuer „Kloster- und Künstlerdorfs“ mit der einstigen Benediktinerabtei und der ehemaligen Heil- und Pflege-Anstalt berichtet werden. Historisch interessierte Laien wie Fachleute sind zur Mitarbeit eingeladen.

Das erste Heft erschien jetzt anlässlich der Eröffnung der Ausstellung „Irsee: Europäische Perspektiven einer schwäbischen Klosterbibliothek“ in der Staats- und Stadtbibliothek Augsburg(wir berichteten), die noch bis zum 24. Mai zu sehen ist. Abgedruckt ist der Beitrag „Irsee – Die Bibliothek eines ostschwäbischen Benediktinerklosters und ihre Erforschung“ des Historikers Dr. Helmut Zäh. Er ist Vorsitzender der Initiative Staats- und Stadtbibliothek Augsburg und Mitarbeiter verschiedener wissenschaftlicher Projekte wie Ausstellungen.

Gedruckte Exemplare der „Irseer Blätter“ (das erste Heft ist 30 Seiten stark und umfasst neun Abbildungen) sind gegen eine Schutzgebühr von drei Euro an der Rezeption von Kloster Irsee erhältlich. Darüber hinaus steht die neue Schriftenreihe auch über die Internetseiten der Marktgemeinde Irsee und des Schwäbischen Bildungszentrums zum kostenlosen Download bereit.

In seinem Geleitwort schreibt Bezirkstagspräsident Martin Sailer: „Die Irseer Bürgerinnen und Bürger können zu Recht stolz sein auf das gedeihliche Miteinander unseres bezirkseigenen Tagungs- und Bildungszentrums mit ihrem schönen Markt Irsee“. Der Erste Bürgermeister des Marktes Irsee, Andreas Lieb, hofft, dass die „Irseer Blätter“ „uns und unseren Gästen weitere spannende Erkenntnisse über die historischen Wechselfälle unseres Marktfleckens und seiner kulturellen Besonderheiten“ ermöglichen.

Die Herausgeber Christian Strobel und Stefan Raueiser betonen in ihrem Nachwort zum ersten Heft, dass das Kooperationsprojekt zwischen der Geschichtswerkstatt Irsee und dem Tagungs-, Bildungs- und Kulturzentrum des Bezirks Schwaben „verschiedene Facetten des Zusammenwirkens des einstigen benediktinischen Reichsstifts mit den umliegenden Weilern und Gemeinden wie auch der ehemaligen Anstalt mit dem Markt Irsee thematisieren“ soll.

Lesen Sie auch
Gefaltetes Metall, das wie Papier wirkt: Das Spiel mit der Materialität prägt die Kunst von Christian Rudolph (Foto links), die derzeit im Kloster Irsee zu sehen ist. Die Werke können momentan nur online betrachtet werden.
Kunst in Coronazeiten

Nur über das Internet ins Irseer Kabinett