Kreisliga SVO Germaringen

Oben schlägt unten - SVO Germaringen bleibt mit Doppelerfolg vorn

Ausgetrickst: Torjäger Fabian Freudling (rechts) war mit zwei Treffern gegen den TSV Kammlach maßgeblich am 4:0-Sieg des SV Stöttwang beteiligt.

Ausgetrickst: Torjäger Fabian Freudling (rechts) war mit zwei Treffern gegen den TSV Kammlach maßgeblich am 4:0-Sieg des SV Stöttwang beteiligt.

Bild: Mathias Wild

Ausgetrickst: Torjäger Fabian Freudling (rechts) war mit zwei Treffern gegen den TSV Kammlach maßgeblich am 4:0-Sieg des SV Stöttwang beteiligt.

Bild: Mathias Wild

In den Lokalderbys setzen sich die Favoriten durch: Germaringen verteidigt die Tabellenführung. Dagegen bleiben Oberbeuren und Blonhofen sieglos und im Keller.
26.04.2022 | Stand: 14:45 Uhr

Nachdem spielreichen Osterwochenende sind die Trends für die Vereine aus der Region klar: Der SVO Germaringen wird nach zwei Siegen um den Aufstieg mitspielen, der SV Mauerstetten etabliert sich im (gehobenen) Mittelfeld, in dem nun auch der SV Stöttwang angelangt ist – der zwar eine Niederlage kassierte, dann aber den Tabellendritten im zweiten Spiel abfertigte. Dagegen wird die Luft für der TSV Oberbeuren und den FC Blonhofen auf den letzten beiden Tabellenplätzen dünn.

  • FC Blonhofen: Im Derby beim Tabellenführer SVO Germaringen bot der FCB den Gastgebern nur im ersten Durchgang einigermaßen Paroli und verlor die Partie mit einer ungenügenden Abwehrleistung deutlich 2:5 (1:2). Bereits in den Anfangsminuten wurde die SVO-Führung durch einen kapitalen Fehlpass begünstigt. Den Gastgebern unterlief beim Ausgleich zwar selbiges Missgeschick, doch gelang bereits im Gegenzug die erneute Führung zum Halbzeitstand. Nach dem Wechsel das gleiche Szenario, und der SVO stellte mit dem dritten Tor die Weichen auf Sieg, spielte im Anschluss flüssiger, teilweise sehenswert, und ließ weitere Treffer folgen. Mit der einzigen Angriffsaktion in der zweiten Halbzeit gelang dem FCB noch eine Ergebniskorrektur zum Ende der Partie. Nach der Derbyniederlage in Germaringen setzte es für den FCB mit dem 0:4 in Mauerstetten die nächste Pleite gegen einen Favoriten. Erschwerend kam in dieser Partie hinzu, dass die Innenverteidigung krankheitsbedingt komplett ausgetauscht werden musste, was den Abwehrverbund nicht unbedingt stabilisierte. FCB-Abteilungsleiter Günter Groß zieht daher ein ernüchterndes Fazit: „Wir waren dem Gegner in nahezu allen Belangen unterlegen, sodass dieses Ergebnis in Ordnung geht. Wir brauchen in den nächsten Spielen jedenfalls eine merkliche Leistungssteigerung, ansonsten wird der noch vorhandene kleine Strohhalm auch nicht reichen.“
  • SVO Germaringen: Der SVO ist wieder in der Erfolgsspur zurück. Mit dem 5:2-Heimsieg gegen Blonhofen und dem 3:0 beim TSV Oberbeuren ist Germaringen über die Ostertage eine perfekte Punktausbeute gelungen. Dabei sah es gegen Blonhofen zunächst nicht nach einem klaren Erfolg aus, denn bis zur Pause war es einer Partie auf Augenhöhe. „Ich denke die erste Halbzeit war noch etwas zerfahren, doch mit den Wechseln zur Pause hat unser Spiel Stabilität bekommen“, sagt Sportlicher Leiter Oliver Baumann. Mit den weiteren Toren nach der Halbzeit kam auch die Spielfreude wieder zurück. Wie erwartet traf der SVO Germaringen in Oberbeuren auf einen Gegner, der sehr tief stand und auf Konterangriffe gelauert hatte. „Ich muss der Mannschaft ein Kompliment machen, wir haben sehr diszipliniert und geduldig gespielt, obwohl es zur Pause noch unentschieden stand“, sagte Trainer Franz Zimmermann. Erst nach dem Germaringer Führungstreffer musste Oberbeuren mehr für die Offensive tun und so ergab sich dann auch mehr Platz für den SVO in der Offensive, die zu zwei weiteren Toren zum verdienten 3:0-Endstand genutzt wurden. Am Donnerstag steht für den SVO dann ab 19 Uhr beim SV Stöttwang bereits das dritte Derby binnen acht Tagen auf dem Programm.

  • SV Mauerstetten: Einen überzeugenden 4:0-Heimsieg feierte der SVM am Ostermontag gegen den FC Blonhofen. SVM-Trainer Uwe Zenkner hatte von seiner Mannschaft eine klare Leistungssteigerung gegenüber der vergangenen Partie erwartet. Und der SVM lieferte von Anfang an ab. Bereits nach drei Minuten erzielte Maxi Kraus die Führung für die Heimelf. Die Gäste aus Blonhofen agierten aber keineswegs passiv und versuchten, dagegen zu halten. Der SVM antwortete mit einem Doppelpack durch Martin Wahl, damit war dann auch der Wille des Gegners gebrochen. Nach dem 4:0 durch Valentin Huber nahm Mauerstetten dann Tempo raus und spielte die Partie souverän zu Ende. „Wir sind sehr zufrieden mit dem heutigen Spiel und wollen den Schwung für die nächsten Aufgaben mitnehmen“ lautete das Fazit von SVM-Spielführer Stefan Moser.

  • TSV Oberbeuren: Trotz zweier guter Kampfleistungen geht der TSVO ohne Punkte aus dem Osterwochenende. Besonders bitter war dabei das 1:2 am Donnerstag gegen den Tabellenzweiten TSV Lautrach-Illerbeuren. Nach einer 1:0-Führung fing sich die Mannschaft in der Nachspielzeit noch das 1:2 und war trotz guter Leistung ohne Punkte geblieben. Auch gegen den SVO Germaringen hielt der TSV am Montag lange die null und hätte gerade in der Anfangsphase sogar in Führung gehen können. „Dass das dann für Punkte gereicht hätte, glaub ich nicht. Wenn du gegen eine Mannschaft wie Germaringen so früh in Führung gehst, rennt sie danach umso mehr an“, sagte Coach Markus Riefler nach der Partie. Auch ohne Rückstand bestimmte der Tabellenführer die Partie, erarbeitete sich allerdings nur wenige klare Chancen. Erst in der zweiten Halbzeit machte der SVO das Tor und konterte den TSVO im Anschluss noch zweimal zum 0:3-Endstand aus. Trotzdem ist Riefler vor allem mit der Defensiv-Leistung zufrieden: „Wir waren in beiden Partien konzentriert und fokussiert. In anderen Spielen wird die Mannschaft dafür belohnt.“

  • SV Stöttwang: Vor dem Spiel gegen Viktoria Buxheim hatte Trainer Thomas Spannenberger die Mannschaft auf die Wichtigkeit eines sicheren Spielaufbaus von der Defensivabteilung nach vorne hingewiesen. Dennoch war der SVS leichtsinnig in der Abwehr und vergab zu viele Großchancen in der ersten Halbzeit (1:2). Auch nach der Pause vergab Stöttwang zu viele Chancen und kassierte erneut zwei Treffer (2:4). Nach dem Spiel kritisierte Trainer Spannenberger, dass das Spiel durch leichtsinnig in der Abwehr vertändelte Bälle verloren gegangen war. Dem Spitzenteam TSV Kammlach wollte Spannenberger dennoch das Leben so schwer wie möglich machen. Das Team sollte wieder an seine eigenen Stärken glauben. Und tatsächlich spielte Stöttwang sicher aus der Abwehr und nutzte die sich bietenden Chancen konsequent – vor allem Fabian Freudling beim überraschenden 4:0-Sieg. Spannenberger freute sich: „Glückwunsch an die Mannschaft, mit so einer Leistung können wir jedem Gegner das Leben schwer machen“. Nun kommt der SVO Germaringen zum Nachholspiel.