Supermoto-Sensation

Peter Banholzer ist erstmals deutscher Vizemeister

Eingefahren: Peter Banholzer (#117) ist deutscher Vizemeister, sein Bruder Max (#46) erreichte trotz einer schweren Bänderverletzung seine bislang beste Platzierung in der Internationalen Deutschen Meisterschaft.

Eingefahren: Peter Banholzer (#117) ist deutscher Vizemeister, sein Bruder Max (#46) erreichte trotz einer schweren Bänderverletzung seine bislang beste Platzierung in der Internationalen Deutschen Meisterschaft.

Bild: Racing Team Banholzer

Eingefahren: Peter Banholzer (#117) ist deutscher Vizemeister, sein Bruder Max (#46) erreichte trotz einer schweren Bänderverletzung seine bislang beste Platzierung in der Internationalen Deutschen Meisterschaft.

Bild: Racing Team Banholzer

Peter Banholzer aus Blonhofen wird nach einer spannenden Saison Zweiter in der IDM. Damit feiert der 23-Jährige seinen größten bisherigen Triumph.
18.10.2020 | Stand: 06:30 Uhr

Die Internationale Deutsche Supermotomeisterschaft S1 startete verhalten, aber die kurze Saison endete umso rasanter. Das galt sowohl für den Rennkalender als auch für die Brüder Max und Peter Banholzer aus Blonhofen vom Team MH Racing. Nach einem Rennen im Sommer führte nämlich Max Banholzer die Gesamtwertung an. Doch nach drei Rennen im September war der 21-Jährige verletzungsbedingt zurückgefallen, während Peter Banholzer seinen größten Triumph feierte: Er wurde deutscher Vizemeister.

Motorsport-Familie Banholzer: Zunächst legt der jüngere Bruder ordentlich los

Für Peter war es die Erfüllung seines Wunsches, denn der 23-Jährige hatte vor den Wettrennen ein klares Ziel ausgegeben: In seiner dritten Saison in der höchsten deutschen Klasse (450 ccm) wollte er auf das Podest. Doch die Rennserie stand wie so viele andere Wettbewerbe coronabedingt auf der Kippe und ging erst im Juli im tschechischen Cheb los, wo Peter verhalten startete (Plätze 5./6.). Dagegen legte sein jüngerer, aber größerer Bruder umso fulminanter los: Auch Max wollte das Podest erreichen und mit den Plätzen 3. und 1. stand er damals sogar auf dem ersten Rang in der Gesamtwertung.

Das Blatt wendet sich - zugunsten von Peter Banholzer

In den nächsten Rennen wendete sich das Blatt: Max konnte zum Teil verletzungsbedingt im hessischen Wittenborn und sächsischen Oschersleben nicht mehr sein Können abrufen (6./8./8.) – am Ende fuhr er sogar mit einem Riss des Syndesmosebandes und fiel auf Platz fünf zurück. Dagegen erreichte Peter gleich drei Mal das Podium (2./3./2.) und lag damit sogar punktgleich mit dem Dänen Simon Vilhelmsen in Führung. Die Ausgangsposition war also theoretisch für die Brüder vom AMC Kempten vor dem letzten Rennen der kurzen Saison in Schleiz nicht schlecht.

Bitter für Max Banholzer: Die Schmerzen sind zu groß

Doch Pechvogel Max klagte schon vor dem ersten Lauf, dass er nur unter großen Schmerzen fahren kann. Mit Platz 11 erreichte er zwar ein respektables Ergebnis unter diesen Umständen, aber trat zum zweiten Lauf nicht mehr an – was letztlich Platz 6. in der Gesamtwertung bedeutete. Peter hingegen fuhr auf dem regennassen Asphalt und dem durchweichten Offroad-Teil eher auf Sicherheit und landete auf den Plätzen 4. und 5. Denn schon nach dem ersten Rennen konnte er Vilhelmsen nicht mehr aus eigener Kraft im Klassement überholen – Peter bekannte auch gleich, dass der Niederländer dieses Mal zu gut gewesen war.

Riesige Freude bei Peter Banholzer über den Vizemeistertitel

Dennoch reichten seine Platzierungen, um erstmals in seiner Karriere auf dem Podest zu stehen, und das auch noch als Vizemeister. Zudem waren ihm drei Podestplätze in der Saison auch noch nicht geglückt. Doch auch wenn die Rennen für Max schmerzlich endeten, so war ein Laufsieg für ihn ebenfalls eine schöne Premiere.

Die ganze Familie bejubelt den Erfolg

Zudem erreichten Peter in vier Jahren (zuvor 6./10./6.) und Max in drei Jahren (zuvor 8./9.) ihre bislang besten Positionen in der Gesamtwertung der Supermotomeisterschaft. Und am Ende hatten Vater Ralf, Mutter Tina und Max eins gemeinsam für Peter, berichtet die Mutter: „Die Freude war sehr groß und sein kleiner, großer Bruder freute sich am Streckenrand und nach dem Rennen für ihn“.