Verbotene Veränderungen an Fahrzeugen

Autoposer-Kontrollen jetzt auch im Ostallgäu - Polizei erwischt Tuner

Die Polizei-Kontrollgruppe "Poser- und Tuningszene" des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West führte am Freitag Kontrollen in Kaufbeuren und dem Ostallgäu durch.

Die Polizei-Kontrollgruppe "Poser- und Tuningszene" des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West führte am Freitag Kontrollen in Kaufbeuren und dem Ostallgäu durch.

Bild: Peter Hausner (Symbolbild)

Die Polizei-Kontrollgruppe "Poser- und Tuningszene" des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West führte am Freitag Kontrollen in Kaufbeuren und dem Ostallgäu durch.

Bild: Peter Hausner (Symbolbild)

Die Kontrollgruppe Poser- und Tuningszene der Polizei Memmingen war am Freitagabend im Kaufbeurer Raum und dem Ostallgäu unterwegs. Die Bilanz der Kontrollen.
14.08.2021 | Stand: 13:40 Uhr

Die Kontrollgruppe "Poser- und Tuningszene" der Allgäuer Polizei führte in der Nacht auf Samstag (14. August) unter anderem Kontrollen in und um Kaufbeuren durch.

Schon in den vergangenen Wochen hatte es in anderen Teilen des Allgäus viele Polizei-Kontrollen gegeben. Die Beamten der "Kontrollgruppe Poser- und Tuningszene" stellten jetzt im Ostallgäu mehrere Verstöße fest:

  • An einem Subaru entdeckten die Poliziste verschiedene "Manipulationen". Hier wurde noch vor Ort ein technisches Gutachten durch eine Prüfstelle erstellt, danach wurde das Auto wieder freigegeben. Gegen den Fahrer wurde ein Bußgeldverfahren wegen eines Verstoßes gegen die Zulassungsordnung eingeleitet.
  • Bei einem Alfa Romeo stellten die Kontrolleure ein zu hohes Standgeräusch fest. Nach Bezahlung eines Verwarnungsgeldes erlaubten sie die Weiterfahrt (Lesen Sie hier unsere Reportage: Mit der Polizei auf Streife - Was Beamte bei Kontrollen in der Poser- und Tuningszene erleben)..

Polizei-Kontrollen bei Kaufbeuren: Fahrzeuge sichergestellt

  • Die Sicherstellung des Fahrzeugs und die Einleitung eines Bußgeldverfahrens hatte eine genaue Inspektion eines Mitsubishi zur Folge. Eine Geräuschmessung ergab einen viel zu hohen Dezibelwert. Der Pkw wurde anschließend zu einer Prüfstelle eskortiert, wo er gleich auf die Hebebühne kam. Es stellte sich dann heraus, dass das Fahrzeug über keinen Katalysator beziehungsweise Schalldämpfer verfügte und andere Fahrzeugteile illegal verändert worden waren. Der Mitsubishi wurde zur Erstellung eines Gutachtens sichergestellt.
  • Schließlich fiel einer Streife der Kontrollgruppe ein auffallend schnell fahrendes Kleinkraftrad auf. Der 16-jährige Fahrer hatte mehrere Veränderungen vorgenommen, durch die eine höhere Geschwindigkeit möglich wurde. Da der Jugendliche nicht im Besitz der hierfür notwendigen Fahrerlaubnis war, muss er sich nun auch wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis strafrechtlich verantworten. Das Kleinkraftrad wurde für eine gerichtsverwertbare Geschwindigkeitsmessung sichergestellt.

Im Interview mit der Allgäuer Zeitung erklären hier Mitglieder der Allgäuer Tuningszene, weshalb sie sich zu Unrecht an den Pranger gestellt fühlen - und was die Faszination am Schrauben und Optimieren ausmacht.