Augsburg/Ostallgäu

Roter Teppich für Schwabens Beste

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Bild: winzer

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Handwerk Die Kammersieger stehen fest, darunter eine Beton- und Stahlbetonbauerin aus Dösingen und ein Tischler aus Mauerstetten. Die Gesellen sehen sich vor neuen Wettbewerben
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Von az
03.10.2019 | Stand: 16:00 Uhr

Für die Kammersieger im praktischen Leistungswettbewerb hat die Handwerkskammer für Schwaben den roten Teppich ausgerollt. Unter den Preisträgern sind Beton- und Stahlbetonbauerin Christin Fuchs (Kaufbeuren), die im Kies- und Betonwerk Schmid in Dösingen beschäftigt ist, sowie Tischler Joel Rexhausen (Kaufbeuren) aus der Schreinerei Jürgen Herb in Mauerstetten.

Das schwäbische Handwerk hat allen Grund zum Feiern, denn 54 junge Handwerker konnten sich im praktischen Leistungswettbewerb durchsetzen und sind für 2019 „die Besten“ in ihrem Gewerk. Ulrich Wagner, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Schwaben (HWK), gratulierte und lobte das Engagement der Kammersieger: „Das Handwerk ist bunt. Das Handwerk macht Spaß. Das Handwerk begeistert. Dafür sind Sie die besten Botschafter.“ HWK-Präsident Hans-Peter Rauch zollte den 25 Frauen und 29 Männern seine Anerkennung für ihren Trainingsfleiß, ihr Können, ihren Siegeswillen und ihr Durchsetzungsvermögen. „Sie sind tolle Vorbilder“, sagte er. „Ich drücke Ihnen die Daumen, dass Sie auch auf Landes- und Bundesebene mitmischen können.“

Rauch forderte mehr Investitionen in die berufliche Bildung: „Wenn wir als Wirtschaftsstandort in der Welt auch künftig ganz vorne mitspielen wollen, dann ist die exzellente Bildung der Schlüssel dafür“, sagte er. „Bildung ist unser wichtigster Rohstoff und dafür muss Geld in die Hand genommen werden.“ Es brauche eine umfassende Berufsorientierung an allen Schulen, damit Jugendliche und ihre Eltern wissen, welche Chancen in einer Berufsausbildung liegen. Gleichermaßen müssten die beruflichen Schulen und die Bildungszentren des Handwerks auf der Höhe der Zeit ausgestattet und ausreichend finanziert sein.

Die Liste der Sieger zeigt die ganze Bandbreite der handwerklichen Berufe. In vielen Bereichen konnte der Nachwuchs brillieren. Von A bis Z waren 54 Gewerke im Wettbewerb vertreten. Neben den bekannten Handwerksberufen wie Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Friseur oder Maurer hat das Handwerk auch in ausgefallenen Berufen, wie dem Orgel- und Harmoniumbauer oder der Keramikerin, qualifizierte Fachkräfte vorzuweisen.

Am Leistungswettbewerb des deutschen Handwerks können Absolventen der Gesellen- und Abschlussprüfungen 2019 teilnehmen. Sie müssen die beste praktische Prüfungsarbeit in ihren jeweiligen Prüfungsbezirken abgelegt haben. Während bei manchem Gewerk das zur Prüfung angefertigte Gesellenstück für den Wettbewerb bewertet wurde, mussten in anderen Berufen, beispielsweise bei den Fachverkäufern in den Lebensmittelhandwerken oder in den Bau- und Ausbauhandwerken, zusätzlich Arbeitsproben gefertigt werden. Die Kammersieger können jetzt an weiteren Berufswettbewerben teilnehmen. Die nächsten Ebenen sind der Landeswettbewerb und der Bundeswettbewerb.

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Rauchs Dank galt zudem den Ausbildern in den Unternehmen. Drei Ausbilder wurden in diesem Jahr mit der Silbernen Ehrennadel des schwäbischen Handwerks ausgezeichnet, weil sie bereits dreimal einen Kammersieger hervorgebracht hatten.