In der Füssener Straße

„Schandfleck“ in Kaufbeuren muss weg: Alte Bahn-Häuser sollen Wohnungen weichen

Die Stadt plant, 2021 das Grundstück der Deutschen Bahn in der Füssener Straße zu kaufen.

Die Stadt plant, 2021 das Grundstück der Deutschen Bahn in der Füssener Straße zu kaufen.

Bild: Mathias Wild

Die Stadt plant, 2021 das Grundstück der Deutschen Bahn in der Füssener Straße zu kaufen.

Bild: Mathias Wild

Die Stadt Kaufbeuren plant, das Areal an der Füssener Straße mit den Häusern der Bahn zu kaufen. Weitere Wohn-Projekte laufen bereits.
21.11.2020 | Stand: 10:06 Uhr

Ein anstehendes Großprojekt, wegen Geldmangels verschobene Vorhaben und Straßensperrungen waren einige der Themen, die der Kaufbeurer Werkausschuss in seiner jüngsten Sitzung behandelt hat. Die Mitglieder blickten auf das Geschäftsjahr 2019 zurück, besprachen das laufende Jahr und blickten auf anstehende Projekte. Die wichtigsten Tagesordnungspunkte:

  • Grundstück der Deutschen Bahn an der Füssener Straße: 2021 möchte die Stadt für 2,2 Millionen Euro das Grundstück der Deutschen Bahn an der Füssener Straße erwerben und anschließend Mietwohnungen darauf errichten. Für das Jahr 2022 rechnet die Stadt dafür mit Kosten in Höhe von 250 000 Euro. Walter Nocker (CSU) zeigte sich erfreut, dass die Stadt die Gebäude der Deutschen Bahn kauft: „Dieser Schandfleck in Kaufbeuren liegt mir schon lange im Auge“, sagte er.
  • Senioren-Wohnheim in der Augsburger Straße: Mit der Fertigstellung des Neubaus der seniorengerechten Wohnanlage mit 42 Wohnungen in der Augsburger Straße rechnet die Stadt im Sommer 2021. Im Geschäftsjahr 2021 sind dafür 1 410 000 Euro veranschlagt. 2019 hat die Stadt knapp 2,2 Millionen in das Projekt investiert. Die für 2020 geplanten Ausgaben für die Wohnanlage in Höhe von 3,7 Millionen werden voraussichtlich um 800 000 Euro geringer ausfallen.
  • Bebauung zwischen Kemptener Straße und Blasiusberg: Die Stadt plant, für 800 000 Euro ein Grundstück an der Kemptener Straße zu erwerben. Damit soll das jüngst gekaufte Areal westlich der Blasiuskirche erweitert werden, damit die Stadt dort Wohnungen bauen kann. In den Jahren 2022 bis 2024 fallen für den Bau dort voraussichtlich 13 Millionen Euro Kosten an, der Komplex soll 2025 fertiggestellt werden.
  • Corona-Folgen: Wegen der Corona-Pandemie rechnet die städtische Immobilienverwaltung mit einer Verzögerung bei Maßnahmen – sowohl bei der Instandsetzung wie auch bei der Modernisierung und dem Bau von Gebäuden.
  • Anfragen aus dem Stadtrat: Stadtrat und Bürgermeister Oliver Schill (Grüne) wollte wissen, ob einige nötige Vorhaben der Immobilienverwaltung wegen Geldmangels verschoben wurden. Klaus Schaller von der Immobilienverwaltung meinte, es sehe momentan nicht danach aus. Allerdings müssten mehrere Gebäude mittelfristig kostenaufwendig saniert werden, darauf könne man sich bereits einstellen. In der folgenden Sitzung sollen Schill und die Mitglieder des Ausschusses genauere Informationen zu eventuell verschobenen, jedoch nötigen Sanierungen an städtischen Gebäuden vorgelegt bekommen.
  • Stadträtin Catrin Riedl (SPD) wollte wissen, was mit dem Gebäude unter dem Berg 16 nach der Sanierung vorgesehen ist – im Erdgeschoss war zuvor die Tafel untergebracht. Harald Hailand von der Immobilienverwaltung berichtete, dass die Räume dort , inklusive der ehemaligen Räume der Tafel, wieder an Vereine vermietet werden sollen.

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