Tierfreund in Kaufbeuren

Sein Revier ist die Kaufbeurer Fußgängerzone: So wurde Fitzlibutz zu Stadtkater Bruno

Kaufbeuren: Als Bruno ist er bei vielen Kaufbeurern bekannt, 2011 nannte ihn Stefan Paulick jedoch Fitzlibutz. Damals ist der Kater bei ihm eingezogen.

Kaufbeuren: Als Bruno ist er bei vielen Kaufbeurern bekannt, 2011 nannte ihn Stefan Paulick jedoch Fitzlibutz. Damals ist der Kater bei ihm eingezogen.

Bild: Harald Langer

Kaufbeuren: Als Bruno ist er bei vielen Kaufbeurern bekannt, 2011 nannte ihn Stefan Paulick jedoch Fitzlibutz. Damals ist der Kater bei ihm eingezogen.

Bild: Harald Langer

Kaufbeuren: 2011, am Tag vor Heiligabend, saß plötzlich ein Kater auf dem Sofa von Stefan Paulick. Das Tier blieb und beschloss, "Chef der Straße" zu werden.
17.11.2020 | Stand: 21:13 Uhr

Stefan Paulick kann sich noch gut an den Tag erinnern, als Fitzlibutz bei ihm einzog: 2011, am Tag vor Heiligabend, saß plötzlich ein „struppiges Maikaterchen“ hustend auf seinem Sofa. Viele Kaufbeurer kennen dieses Kätzchen heute als Bruno. Als den schwarz-weißen Kater, der das Stadtbild seit Jahren mitprägt, sein Revier in der Fußgängerzone hat. Den Grundstein dafür habe er schon im Frühjahr 2012 gelegt, schildert Paulick. „Der junge Herr hatte beschlossen, Chef in der Straße zu werden und das rund um sein neues Domizil all den anderen Katzen klarzumachen. Was auch nachhaltig gelang.“

In der Altstadt hat es ihm besser gefallen als im Kaufbeurer Süden

Doch woher kam Fitzlibutz eigentlich? Beim Tierarzt hätte man ihm damals gesagt, dass sein „neuer Mitbewohner“ aus dem Tierheim Beckstetten stammt, sagt Paulick. Er sei in den Süden von Kaufbeuren vermittelt worden, dort jedoch mehrmals ausgerissen, und wohl eigenständig in die Altstadt gewandert. Wo er sich bei Paulick ein neues Zuhause suchte und „Unter dem Berg“ blieb.

Seinen Straßennamen Bruno habe er übrigens von einer Nachbarin. Paulick findet aber: „Schauen Sie sich den Kerl nur mal an, der sieht einfach aus wie ein Fitzlibutz. Bruno passt doch eher für den dicken, älteren Unternehmer mit Zigarre, brauner Weste und Cordhose aus Donald Duck.“

Kater Bruno in Kaufbeuren: Krank und verletzt zurückgekommen

Der Kater sei sehr eigensinnig und selbstbestimmt, immer auf Patrouille in „seinem Revier“, und fühle sich auch bei seinem Nachbarn wohl. Verschwindet er aber mal für zwei bis drei Tage, sei Paulick jedes Mal besorgt. Vor allem da Fitzlibutz schon schlimme Erfahrungen gemacht habe, teils sehr krank und verletzt von seinen Ausflügen zurückkam. „Er wurde mehrfach übel geschlagen und auch gegen den Hals getreten.“ Umso mehr erstaune Paulick „seine freundliche Art“. Was Fitzlibutz jedoch gar nicht möge, ist, wenn sich ihm eine Hand von vorne beziehungsweise unten nähert.

Katze: Magenprobleme durch unverträgliches Futter

Ein weiteres Problem: die riesige Futterauswahl. Klingt paradox, aber: „Im Frühjahr hatte er zusätzlich zum Fellwechsel massive Magenprobleme durch unverträgliches Futter aus einer unbekannten Quelle.“ Lieb gemeint also, Paulick versichert jedoch: „Er ist rundum versorgt.“