Irsee

Viele Pläne angeschoben

Der Haushaltsplan für das Jahr 2020 war eines der großen Themen der jüngsten Gemeinderatssitzung in Irsee. Im Verwaltungshaushalt liegt der größte Anteil der Einnahmen beim Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer mit einem Ansatz von einer Million Euro. Außerdem sind die Schlüsselzuweisungen gestiegen. Sie betrugen 99 980 Euro, 2020 sind sie mit 151 932 Euro vermerkt.

Von eha
11.02.2020 | Stand: 16:04 Uhr

Die kalkulierten Einnahmen belaufen sich auf 2, 08 Millionen Euro. Die Ausgaben schlagen vor allem mit den allgemeinen Umlagen an Gemeindeverbände zu Buche (745 560 Euro), gleichzeitig sinkt der Ansatz der Gewerbesteuerumlage auf 67 000 Euro. Dies liegt laut Bürgermeister Andreas Lieb an einer Kürzung des zugrunde liegenden Prozentsatzes. Im Gesamten liegen die angesetzten Ausgaben in der allgemeinen Finanzwirtschaft bei 1, 01 Millionen Euro. Für die Gemeindeorgane werden im Haushaltsansatz 108 020 Euro vermerkt, 3800 Euro mehr als 2019. Im Bereich Tierschutz/Feuerwehr wird mit 51 750 Euro kalkuliert, neben Schulen (175 210 Euro) und Kindergarten (417 650 Euro) eine der größeren Ausgaben.

Bei den Einnahmen aus Steuern und Zuweisungen sind im Haushaltsplan 2, 08 Millionen Euro vermerkt, denen Ausgaben in Höhe von 1, 0 Millionen Euro gegenüberstehen. Die Summe des Haushaltsansatzes für den Verwaltungs- und Vermögenshaushalt beläuft sich damit für 2020 auf 5, 01 Millionen Euro. 438 332 Euro werden dem Vermögenshaushalt zugeführt.

In der Sitzung wurde zudem der Investitionsplan für 2020 vorgestellt und einstimmig bewilligt. Dieser sieht unter anderem den Neubau der Turnhalle und die Sanierung der Grundschule vor (154 000 Euro). Außerdem steht die Einführung des elektronischen Klassenzimmers (25 000 Euro) bevor, und ein neuer Schulbus mit derselben Summe soll angeschafft werden.

Die geplante Bibliothek im Bürgerhaus ist mit 60 000 Euro veranschlagt, außerdem der Posten Blumenwiese/Baumpflanzung mit 30 000 Euro, der auch die Planung eines Bürgerwaldes und das Anlegen von Blühflächen beinhaltet. Neben der Investition in den Fuhrpark und Werkzeug für den Bauhof (90 000 Euro) stellt der Neubau des Aufzuges im Bürgerhaus einen größeren Posten dar (50 000 Euro). Mit Grundstückskäufen sind die größten Ausgaben verbunden (900 000 Euro). Die Gemeinde will 300 000 Euro Schulden aufnehmen. Daraus ergibt sich eine Pro-Kopf-Verschuldung in Höhe von 450,82 Euro, was laut Lieb „weit unter dem Schnitt“ läge.