Neue Spielzeit

Weiter "Verrückte Zeiten" bei der Kulturwerkstatt Kaufbeuren

In der kommenden Spielzeit der Kulturwerkstatt Kaufbeuren werden auch die Schaufenster des Theaters Schauburg zur Bühne.

In der kommenden Spielzeit der Kulturwerkstatt Kaufbeuren werden auch die Schaufenster des Theaters Schauburg zur Bühne.

Bild: Mathias Wild

In der kommenden Spielzeit der Kulturwerkstatt Kaufbeuren werden auch die Schaufenster des Theaters Schauburg zur Bühne.

Bild: Mathias Wild

Das Kaufbeurer Kinder- und Jugendtheater geht die zweite Saison unter Pandemie-Bedingungen an. Was auf der Bühne möglich ist und was nicht.
26.09.2020 | Stand: 11:30 Uhr

Die erste Spielzeit der Kulturwerkstatt Kaufbeuren nach Ende des Corona-Lockdowns ist mit etlichen Aufführungen und vielen neuen Erfahrungen über die Bühne gegangen. Etwa die besondere, konzentrierte Atmosphäre, die herrscht, wenn nur die erlaubten 50 Zuschauer auf den Rängen des Theaters Schauburg sitzen. Jetzt macht das Kinder- und Jugendtheater weiter und setzt die „Verrückten Zeiten“, so das unveränderte Motto des Programms, fort.

Vor allem Repertoire-Stücke

Nach wie vor stehen die Macher vor dem Problem, dass die rund 200 Kinder und Jugendlichen der Einrichtung fleißig in kleinen Gruppen proben, Stücke schreiben und viele Ideen haben, die Ergebnisse wegen der Corona-Bestimmungen aber nur sehr eingeschränkt präsentiert werden können. Deshalb bietet auch die kommende Spielzeit vor allem Repertoire-Stücke mit wenigen (erwachsenen) Akteuren auf der Bühne. Der verstärkte Einsatz von Live-Musik soll für zusätzliche Reize sorgen. Schweren Herzens wurde auch das Projekt „Wolfswald“ verschoben, bei dem rund 80 Mitwirkende im Herbst an verschiedenen Orte im Wald spielen sollten. „Das können wir momentan nicht verantworten“, sagt Leiter Thomas Garmatsch. Pandemiegerechtes Theater mit großen Abständen und womöglich Plexiglasscheiben auf der Bühne möchte das Kulturwerkstatt-Team trotzdem nicht machen. „Da leidet die Spielqualität“, ist sich Martina Quante sicher.

Besonderer Adventskalender

Um dennoch allen Mimen wieder einmal einen Auftritt vor Publikum zu ermöglichen, gibt es in den Wochen vor Weihnachten ein besonders Projekt: das Adventsfenster. Jeden Tag ab 1. Dezember bis zum Fest gibt es ab 18.30 Uhr im Schaufenster des Theaters Schauburg in der Ganghoferstraße kurze Aufführungen. Nahezu die gesamte Kulturwerkstatt ist daran beteiligt, auch die beiden neuen Jahrespraktikantinnen Matea Scharf und Tamara Otparlik. Die Zuschauer können das Geschehen – mit gebührendem Abstand untereinander – vom Gehsteig aus verfolgen. Statt derzeit unmöglicher großer Inszenierungen wolle die Kulturwerkstatt „Kleines, Feines“ auf die Bühne bringen und so Spaß und andere, künstlerische Perspektiven in diesen „verrückten Zeiten“ bieten. „Wir möchten bei den Zuschauern ein gutes Gefühl hinterlassen“, sagt Garmatsch. Denn: Theater macht glücklich.“

Das komplette Saisonprogramm gibt es unter

www.kulturwerkstatt.eu