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Corona-Lockdown verlängert: Und, sitzt die Frisur?

Mit dem Lockdown wurde auch die Schließung der Friseur-Salons verlängert. Wir haben in der Kemptener Innenstadt Menschen gefragt, wie es mittlerweile um ihre Frisuren steht.

Mit dem Lockdown wurde auch die Schließung der Friseur-Salons verlängert. Wir haben in der Kemptener Innenstadt Menschen gefragt, wie es mittlerweile um ihre Frisuren steht.

Bild: Michael Mayr

Mit dem Lockdown wurde auch die Schließung der Friseur-Salons verlängert. Wir haben in der Kemptener Innenstadt Menschen gefragt, wie es mittlerweile um ihre Frisuren steht.

Bild: Michael Mayr

Friseursalons bleiben bis zum 14. Februar geschlossen. So gehen Kemptener Passanten mit der Situation - und ihrer zunehmenden Haarpracht - um.
23.01.2021 | Stand: 11:30 Uhr

Wer seine Corona-Mähne in eine professionelle Frisur verwandeln möchte, muss sich vorerst noch gedulden. Friseursalons bleiben bis auf Weiteres geschlossen. Was für die einen ein Leidensweg ist, bietet für andere die Möglichkeit, etwas Neues auszuprobieren. Wir haben uns bei Kemptener Passanten umgehört, wie sie mit dem Friseur-Lockdown umgehen.

„Meine Lebenspartnerin ist ungelernte, aber geübte Friseurin. Die schneidet mir die Haare“, erzählt Albert Spieß (63).

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Alfred Spieß
Bild: Michael Mayr

Der eigene Partner ist oftmals die naheliegende Lösung. Ernst Greb (66) dagegen geht „back to the roots“ – zurück zu den Wurzeln: „Ich sitze das aus.“ Eine Haarschneidemaschine habe er zwar zuhause, „aber die verwende ich nicht“, sagt Greb. (Lesen Sie auch: Frisur während Corona: Tipps für Frauen und Männer)

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Ernst Greb
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Ähnlich geht Luminita Bobasatu mit der Situation um. „Ich schneide die Haare gar nicht“, sagt sie. Denn ein halbes Jahr halte sie schon durch, findet die die 28-Jährige.

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Luminita Bobasatu
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Marc Armatage (48) hätte am 23. Dezember einen Termin zum Haareschneiden gehabt. Jetzt müsse er die Haare wachsen lassen: „Ich werde sie auf keinen Fall selber schneiden“, sagt Armatage. „Ich habe zwar eine Freundin, die macht das hauptberuflich. Aber die darf nicht arbeiten und hält sich daran“, erklärt der 48-Jährige.

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Marc Armatage
Bild: Michael Mayr

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Dagegen nimmt Ulrike Adam (59) die Lage gelassen. „Ich habe eine Friseurschere zuhause und gute Freunde, die mir helfen. Vorne schneide ich und hinten meine Freunde. Und wenn nicht – mit langen Haaren bin ich auch schön“, findet Adam lächelnd.

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Ulrike Adam
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Jutta Schüle (58) zeigt sich ebenfalls entspannt. „Mit langen Haaren ist das kein Problem, die lasse ich einfach wachsen. Danach ist der Genuss, zum Friseur zu gehen, umso größer“, meint Schüle und lacht.

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Jutta Schüle
Bild: Michael Mayr

Die, die noch kurz vor den Schließungen einen Termin bekommen haben, zählen sich zu den Glücklichen – so auch Benjamin Mayer: „Ich war in der letzten Woche vor dem Lockdown noch beim Friseur.“ Schlimmer sehe es bei seinem Sohn aus, sagt der 36-jährige grinsend.

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Benjamin Mayer mit Sohn
Bild: Michael Mayr

Das Ehepaar Kempf lässt die Haare ebenfalls wachsen. Ulrike Kempf (50) behilft sich mit Haarspangen und Haarbändern. „Gerade jetzt, wenn man viel Mütze trägt, ist es manchmal nervig“, erzählt sie. „Aber bisher können wir noch unter die Leute gehen“, sagt die 50-Jährige. Ihr Ehemann Thomas Kempf (59) sieht die Lage ähnlich gelassen: „Jetzt ist es halt etwas mehr und dauert länger zum Trocknen. Aber ich warte auf den Friseur.“

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Ulrike und Thomas Kempf
Bild: Michael Mayr

Für Nora Hassoui (23) gestaltet sich die Sache schon schwieriger: „Ich will unbedingt wieder zum Haareschneiden. Aber der Friseur meines Vertrauens ist in Italien, daher ist das schwierig.“ Für ihre Freundin Juliana Hagen spielt das dagegen keine Rolle. „Ich gehe gar nicht zum Friseur, deswegen ist das kein Problem“, sagt sie mit Blick auf ihren langen geflochtenen Zopf.

Nora Hassoui (23) und Juliana Hagen (20)
Nora Hassoui (23) und Juliana Hagen (20)
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Julius Schenkmann (22) ließ sich zuletzt Anfang November die Haare schneiden. Bald sei es wieder an der Zeit. „Aber ein bis zwei Wochen halte ich schon noch aus.“

Julius Schenkmann (22)
Julius Schenkmann (22)
Bild: Michael Mayr

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