Oberallgäu

Demonstration: „Rote Linie“ am Grünten

Auch Grüne lehnen Ausbau nun ab
Von az
30.09.2019 | Stand: 15:57 Uhr

Die Bürgerinitiative „Rettet den Grünten“ organisiert eine Demonstration gegen die Grünten-Ausbaupläne. Am Donnerstag, 3. Oktober, fordert sie auf, eine „rote Linie“ zu formieren. Unterdessen teilt der Oberallgäuer Kreisvorstand der Grünen mit, die Pläne in ihrer aktuellen Form ebenfalls abzulehnen.

Der Kreisvorstand der Grünen hat nach reiflicher Überlegung und Gesprächen mit Befürwortern und Gegnern beschlossen, die Erschließungspläne in der aktuell vorliegenden Form abzulehnen und die Bürgerinitiative „Rettet den Grünten“ zu unterstützen. „Wir halten einen neuen touristischen Hotspot à la Alpsee-Bergwelt für nicht mehr zeitgemäß“, so die Oberallgäuer Kreissprecherin und Landratskandidatin der Grünen, Christina Mader: „Wir brauchen keine Rummelplätze in unseren Bergen.“ Für die Kreis-Grünen sprächen zu viele Gründe gegen das Projekt, beispielsweise eine Zunahme des Autoverkehrs und zu starke Eingriffe in die Natur. Durch die klimatischen Veränderungen seien Beschneiungsanlagen in dieser Höhe als Infrastruktur für das Skifahren nicht mehr zu verantworten.

Gegen eine sanfte Weiterentwicklung haben die Grünen dagegen nichts. Auch einem Neubau der Grüntenhütte als bewirtschaftete Alpe würde aus Sicht des Kreissprechers, ehemaligen Alphirten und früheren Landtagsabgeordneten Ulli Leiner nichts im Wege stehen.

Die Teilnehmer der Demonstration treffen sich am Donnerstag um 10 Uhr an der Kapelle am Alpweg beim Berggasthof Riesen in Kranzegg, „um gemeinsam eine Menschenkette vor dem Grünten zu bilden“, heißt es in der Einladung. Die Teilnehmer sollten möglichst rot gekleidet sein, um „eine rote Linie zu bilden“. Vom Liftparkplatz am Grünten ist ein gemeinsamer Abmarsch um 9.30 Uhr vorgesehen. Nur wenn das Wetter extrem schlecht ist, fällt die Demonstration aus. Ausweichtermin ist dann Sonntag, 6. Oktober.