Sanierung

Ferdinandus wacht wieder über die Heisinger Straße in Kempten

Der Heilige Ferdinandus ist nach seiner Sanierung wieder an die Heisinger Straße zurückgekehrt.

Der Heilige Ferdinandus ist nach seiner Sanierung wieder an die Heisinger Straße zurückgekehrt.

Bild: Matthias Becker

Der Heilige Ferdinandus ist nach seiner Sanierung wieder an die Heisinger Straße zurückgekehrt.

Bild: Matthias Becker

Während des Kreuzungsbaus musste die Statue des Heiligen weichen. Ein erfahrener Steinmetz reinigte das Kunstwerk, das jetzt wieder für jedermann zu sehen ist.
14.10.2020 | Stand: 11:56 Uhr

Der sanierte Ferdinandus steht seit dem 1. Oktober wieder an der Kreuzung Kaufbeurer Straße/Heisinger Straße in Kempten. Allerdings habe er infolge der Umgestaltung der Kreuzung von seinem angestammten Platz weichen müssen und stehe nun etwas weiter westlich, sagt Tiefbauamtsleiter Markus Wiedemann. „Umzug“ und Reinigung haben etwa 9000 Euro gekostet.

Fürstabt Rupert von Neuenstein ließ die Statue des Heiligen Ferdinandus 1786 aufstellen. Beim Exemplar an der Heisinger Straße handelt es sich allerdings um eine Kopie aus Betonguß. Die Reinigung der Statue vor der Wiederaufstellung habe ein erfahrener Steinmetz durchgeführt, sagt Wiedemann. „Wir haben sowohl für das Versetzen der Statue als auch für die Sanierung einen Antrag auf Erteilung einer Erlaubnis nach dem Denkmalschutzgesetz bei der Unteren Denkmalschutzbehörde eingereicht.“

Risse und Nahtstellen überarbeitet

Notwendig und auch genehmigt worden war die Überarbeitung und Sicherung von losen Teilen. Weiter musste die alte Verdübelung erneuert, Risse mit Gußharz verpresst, Nahtstellen überarbeitet und die Inschrift nachgetönt werden. Anschließend seíen die Figur und die Standfläche lassiert worden.

Das Ferdinandus-Original werde museal verwahrt, teilt das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege mit – aus konservatorischen Gründen.

Momentan sei noch Humus um die Standfläche der Statue aufgeschüttet, sagt Wiedemann. Geplant sei, diese noch mit Pflaster einzufassen.