Niedersonthofen/Martinszell

Trainer Thum zur Siegesserie der SG Niedersonthofen-Martinszell: "Die Gegner stellen sich allmählich auf uns ein"

SV Heiligkreuz - SG Niedersonthofen/Martinszell

Coach Felix Thum ist mehr als zufrieden mit der Leistung der SG Niedersonthofen-Martinszell.

Bild: Erwin Hafner (Archivbild)

Coach Felix Thum ist mehr als zufrieden mit der Leistung der SG Niedersonthofen-Martinszell.

Bild: Erwin Hafner (Archivbild)

Die SG Niedersonthofen-Martinszell eilt in der Kreisklasse 4 von Sieg zu Sieg. Warum Trainer Felix Thum von seinem Team immer wieder aufs Neue überrascht ist.
10.06.2021 | Stand: 14:38 Uhr

Diese Bilanz liest sich tadellos: 13 Spiele, 13 Siege. Dazu stellt der Spitzenreiter mit 40 Toren die beste Offensive der Liga, nur elf Gegentreffer sind ebenfalls Top-Wert in der Kreisklasse Allgäu 4. Die SG Niedersonthofen-Martinszell ist dort das Maß der Dinge und wurde nun mit satten 14 Zählern Vorsprung auf den zweitplatzierten TSV Oberstaufen ungefährdet Herbstmeister. Der Weg des Klubs scheint unaufhaltsam in Richtung Kreisliga zu führen – zum ersten Mal, seit sich die Kicker des SSV Niedersonthofen und des SV Martinszell 2001 zu einer Spielgemeinschaft zusammengetan haben. Sportlicher Leiter Andreas Gebhart sagt: „Großen Anteil an dieser Erfolgsserie hat unser Coach Felix Thum. Er ist die perfekte Besetzung für diesen Posten und das Puzzleteil, das uns in den vergangenen Jahren gefehlt hat.“

Trainer Thum hat guten Draht zur Mannschaft der SG Niedersonthofen-Martinszell

Gebhart lobt vor allem die Trainingsarbeit und das taktische Verständnis des 30-Jährigen, der zuletzt mehr als zehn Jahre höherklassig Erfahrung beim FC Kempten, 1. FC Sonthofen und TSV Kottern gesammelt hat. „Er hat einen sehr guten Draht zur Mannschaft und ist auf dem Platz wichtiger Führungsspieler“, meint er und spricht von einem „Glücksgriff“. Dabei hatte Thum vor fast genau einem Jahr eigentlich ganz andere Pläne.

Er erzählt: „Ich habe Ende 2018 den Entschluss gefasst, im Sommer ein bisschen kürzerzutreten. Mir wurde der Aufwand mit dem FC Kempten in der Landesliga zu viel. Ich wollte die harte Vorbereitungsphase mal sausen lassen und etwas mehr Ruhe reinbringen.“ Doch daraus wurde nichts. Denn als ihm die Verantwortlichen der SG Niedersonthofen-Martinszell wenig später den Trainerjob in Aussicht stellten, musste der 30-Jährige nicht lange überlegen. „Klar, so ein Angebot bekommt man nicht alle Tage. Es war für mich eine große Chance“, sagt Thum. Er blickte fortan seinem damaligen Coach Matthias Jörg beim FCK noch aufmerksamer über die Schulter, schmiedete Vorbereitungspläne und bastelte mit der SG-Führung schon frühzeitig am Kader für die neue Saison.

Saison der SG Niedersonthofen-Martinszell sei "überragend"

Nach den Plätzen elf, neun und drei in den vergangenen drei Spielzeiten sollte die positive Entwicklung fortgesetzt werden. Sprich: Die SG hatte sich schon vor der Saison fest vorgenommen, ganz oben mitspielen zu wollen. Beim Blick auf die Tabelle nach der Hinrunde und 13 von insgesamt 26 Partien schüttelt Trainer Thum trotzdem noch etwas ungläubig den Kopf: „Dass es so optimal läuft, damit hat natürlich niemand gerechnet. Das ist überragend.“ Mit ihrer offensiven Spielweise, bei der die gegnerische Mannschaft schon früh unter Druck gesetzt wird, waren sie bislang nicht zu schlagen. Thum selbst hat bereits sechs Mal getroffen, seine Sturmpartner Dominik Linder (24) und Florian Zettler (25) sogar jeweils sieben Mal. Der Coach schwärmt von der mannschaftlichen Geschlossenheit, warnt aber zugleich vor Überheblichkeit: „Wir haben noch nichts erreicht. Die Gegner stellen sich allmählich auf uns ein. Jetzt warten mit Immenstadt, Oberstaufen und Sulzberg noch drei ganz schwere Spiele auf uns, bevor es in die Winterpause geht.“

Spiel gegen FC Immenstadt

Am kommenden Samstag (ab 14 Uhr) geht’s zum FC Immenstadt. Der Tabellenführer will dort seine Siegesserie selbstverständlich ausbauen. Thum sagt: „Diese Erfolge machen die Mannschaft noch ehrgeiziger. Jeder bereitet sich akribisch auf das nächste Spiel vor. Keiner will schuld sein, dass die Serie zu Ende geht.“ Wie fokussiert seine Truppe ist, wurde zuletzt nach dem 3:1-Sieg gegen Wildpoldsried deutlich. Thum wollte dem Team zur Belohnung trainingsfrei geben – doch die Spieler schlugen das Angebot aus.

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