Familiendrama in Kempten

Fußtritte und Faustschläge: Kemptener verletzt eigene Mutter (74) lebensgefährlich

Ein 38 Jahre alter Mann soll seine Mutter in Kempten lebensgefährlich verletzt haben.

Ein 38 Jahre alter Mann soll seine Mutter in Kempten lebensgefährlich verletzt haben.

Bild: picture alliance/Jan-Philipp Strobel/dpa (Symbolfoto)

Ein 38 Jahre alter Mann soll seine Mutter in Kempten lebensgefährlich verletzt haben.

Bild: picture alliance/Jan-Philipp Strobel/dpa (Symbolfoto)

Ein 38-Jähriger hat seine 74-jährige Mutter in Kempten laut Polizei lebensgefährlich verletzt. Der Mann schlug ihr ins Gesicht und trat sie mit dem Fuß.
16.10.2020 | Stand: 14:09 Uhr

Wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts sitzt ein 38 Jahre alter Mann seit Freitagvormittag (16. Oktober) in Untersuchungshaft. Der Mann soll seine Mutter mit Schlägen und Fußtritten lebensgefährlich verletzt haben, wie die Polizei mitteilt.

Der Streit zwischen Mutter und Sohn soll am Mittwoch gegen 21.45 Uhr in einem Mehrfamilienhaus in der Kemptener Innenstadt eskaliert sein. Ein Nachbar verständigte demnach die Einsatzzentrale der Polizei und forderte einen Krankenwagen an. Was der Anlass für den familiären Streit war, wurde in einer ersten Polizeimitteilung nicht thematisiert. Die Auseinandersetzung endete jedoch dramatisch: Der 38-Jährige schlug seiner Mutter mehrmals ins Gesicht und trat ihr mit dem Fuß mehrfach in den Körper. Dabei wurde sie lebensgefährlich verletzt.

Erfolgreiche Fahndung

Beim Eintreffen der Polizei war der Tatverdächtige bereits nicht mehr vor Ort. Die Fahndung nach ihm verlief indes erfolgreich: Er wurde von Polizeibeamten der Polizeiinspektion Kempten festgenommen.

Die 74-Jährige erlitt mehrere innere Verletzungen sowie Verletzungen im Kopfbereich. Mittlerweile befindet sie sich außer Lebensgefahr.

Der Tatverdächtige wurde am Freitagvormittag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kempten einer Ermittlungsrichterin beim Amtsgericht Kempten vorgeführt. Die Richterin folgte dem Antrag der Staatsanwaltschaft: Der Tatverdächtige wurde in eine bayerische Justizvollzugsanstalt verbracht.

Polizeipräsidium Schwaben Süd/West mit erfolgreicher Quote

Erneut ist der Polizei eine mutmaßlich rasche Aufklärung eines Gewaltverbrechens im Allgäu gelungen. Mit einer Aufklärungsquote von 88,4 Prozent im Bereich Gewaltkriminalität, zu der Mord, versuchte Tötungsdelikte, aber beispielsweise auch Raubdelikte zählen, stand das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West im Jahr 2019 sehr gut da. Bayernweit liegt der Schnitt bei 85,9 Prozent. So wurden alle sechs Morde im Vorjahr in unserer Region aufgeklärt.

Weiterhin gibt es jedoch sechs Mordfälle aus der Vergangenheit, die den Ermittlern bis heute keine Ruhe lassen. Um welche Mordfälle es sich handelt, lesen Sie hier.

Ein positives Ende nahm derweil ein kurioser Einbruch, der vor wenigen Tagen in Tirol am Landesgericht verhandelt wurde: Ein Serientäter war von einem kleinen Bub im Haus erwischt worden, was dann passierte machte selbst die Richterin sprachlos.