Durach

In Durach soll eine organisierte Nachbarschaftshilfe entstehen

Tag der Nachbarn: 81 Prozent der Deutschen haben ein (eher) gutes Verhältnis zu den Menschen "nebenan". Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/109984 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/E.ON Energie Deutschland GmbH/Christian Stahl / Unsplash" Foto: Christian Stahl / Unsplash/E.ON Energie Deutschland GmbH/obs |

In Durach könnte es ab 2021 eine organisierte Nachbarschaftshilfe geben.

Bild: Christian Stahl

In Durach könnte es ab 2021 eine organisierte Nachbarschaftshilfe geben.

Bild: Christian Stahl

Die Gemeinde will dazu ein Konzept erarbeiten. Dabei geht es auch um Fahrdienste zum Arzt. Angebot soll sich nicht nur an Senioren richten.

Von Frederick Mersi
01.07.2020 | Stand: 12:00 Uhr

Die Gemeinde Durach will ein Konzept für eine organisierte Nachbarschaftshilfe erarbeiten. Das hat der Sozialausschuss während seiner Sitzung am Dienstag einstimmig beschlossen. „Es ist ein großes Interesse da“, sagte der parteilose Bürgermeister Gerhard Hock. Als Ziel für den Startschuss der ehrenamtlichen Organisation nannte er das Jahr 2021.

Angesiedelt sein könnte die Nachbarschaftshilfe am Seniorenzentrum. Dessen Leiterin Claudia Kiechle warb bei den Ausschussmitgliedern für das Hilfsangebot: „Es kommen immer wieder Themen auf, die wir entweder nicht professionell betreuen müssten oder für die wir keine Kapazitäten haben.“ Oft würde zum Beispiel nach Fahrdiensten für Arztbesuche gefragt, weil die Busverbindungen nicht passen.

Andere Gemeinden haben gute Erfahrungen gemacht

Andere Gemeinden hätten mit einer ehrenamtlichen Nachbarschaftshilfe gute Erfahrungen gemacht, sagte Kiechle. In Lauben übernehme seit 20 Jahren ein Verein die Koordination auf ehrenamtlicher Basis, die Gemeinde unterstütze zum Beispiel durch eine Versicherung für die Helfer. In Wiggensbach sei die Nachbarschaftshilfe beim Seniorenzentrum angesiedelt – ein Modell, das auch in Durach funktionieren könnte. Dort sollen aber nicht nur Senioren von einer Nachbarschaftshilfe als niederschwelliges Angebot profitieren, sondern auch Familien.

In Durach ist Sozialpädagogin Michaela Haibel mit 5,5 Stunden pro Woche für diesen Bereich bei der Gemeinde angestellt. „Es geht da viel um Akquise von Familien“, sagte Haibel am Dienstag. „Ich glaube nicht, dass ich allein dafür die Kapazitäten hätte.“ Der Sozialausschuss sprach sich am Dienstag deshalb für ein Trio aus, das bis zu seiner nächsten Sitzung eine mögliche Struktur für die Nachbarschaftshilfe erarbeiten soll. Neben Familienbeauftragter Haibel gehören dazu Seniorenzentrumsleiterin Kiechle und Seniorenbeauftragte Elisabeth Weiß.

Bürgermeister Hock zufrieden

Bürgermeister Hock war am Ende der Sitzung zufrieden: „Es wäre ein großer Wurf, wenn es uns gelingt, ein solches Angebot am Seniorenzentrum anzusiedeln.“ Hock hofft, dass für Fahrdienste dann ein Elektroauto eingesetzt werden könnte.