Mobilität

Kempten: Elektroautos und -fahrräder zum Teilen

Schon ab Ende Juli gibt es in der Stadt zwei neue Elektroautos zum Leihen. Ein Leihsystem für E-Bikes wurde auf den Weg gebracht.

Schon ab Ende Juli gibt es in der Stadt zwei neue Elektroautos zum Leihen. Ein Leihsystem für E-Bikes wurde auf den Weg gebracht.

Bild: Christoph Lotter

Schon ab Ende Juli gibt es in der Stadt zwei neue Elektroautos zum Leihen. Ein Leihsystem für E-Bikes wurde auf den Weg gebracht.

Bild: Christoph Lotter

Die Stadt will weitere Carsharing-Stellplätze schaffen und ein Leihsystem für E-Bikes etablieren.
27.07.2020 | Stand: 12:00 Uhr

Teilen, das lernen wir schon von frühester Kindheit an, ist hochanständig und wünschenswert. Und wenn es sich dabei um Elektroautos, E-Bikes und E-Lastenräder handelt, kann dabei auch noch CO2 eingespart werden. Die Stadt plant deshalb, zwei Carsharing-Stellplätze für E-Autos zu schaffen und ein Leihsystem mit jeweils zwölf E-Bikes und zwölf E-Lastenrädern zu etablieren.

Den Rahmen für das Vorhaben bildet das Projekt „eHub“, an dem Kempten neben Städten wie Amsterdam und Manchester seit 2018 teilnimmt. Ziel ist, weniger CO2 im Straßenverkehr auszustoßen, indem Sharing-Stationen für E-Fahrzeuge aufgebaut werden. Die zwei Carsharing-Stellplätze für E-Autos wurden bereits ausgeschrieben, den Zuschlag erhielt das Autohaus Sirch. Über die App „Flinkster“ bietet es ab Ende Juli in der Grabenstraße die zwei Autos an. Die Stadt übernimmt die Kosten für die Ladesäule, das AÜW die Stromkosten.

Am gleichen Standort leihen und abgeben

Das Fahrrad-Leihsystem soll zunächst nur nach dem Roundtrip-Prinzip funktionieren, erklärte Verkehrsmanager Stefan Sommerfeld während der jüngsten Sitzung des Mobilitätsausschusses. Das heißt, dort, wo das Rad ausgeliehen wird, muss es auch wieder abgegeben werden. „Ich möchte ein erstes Angebot aufbauen.“ Später sei ein Ausbau aber denkbar und wünschenswert. Die Kosten von jährlich 52500 Euro über einen Zeitraum von vier Jahren würden noch bis 2021 über das „eHub“-Projekt gefördert.

„Es freut mich, dass Sie so etwas umsetzen“, sagte Stadtrat Klaus Knoll (Freie Wähler-ÜP) an Sommerfeld gerichtet. „Ich finde es klasse, das wird funktionieren“, sagte auch Helmut Berchtold (CSU). Das E-Bike sei ein klassisches Touristenangebot. Die Ausschussmitglieder befürworteten geschlossen das Vorhaben. Eine entsprechende Ausschreibung, um einen Anbieter zu finden, hat Sommerfeld schon vorbereitet. Ziel sei, die Leihstation zum nächsten Frühjahr errichtet zu haben. Nun muss der Haupt- und Finanzausschuss entscheiden, ob die Mittel zur Verfügung gestellt werden.