Brandgefahr in Kempten

Lagerfeuer am Waldrand: Unbekannte riskieren Waldbrand am Kemptener Lehrbienenstand

Am Lehrbienenstand im Weißholz in Kempten haben Randalierer direkt am trockenen Waldrand ein Feuer entfacht.

Am Lehrbienenstand im Weißholz in Kempten haben Randalierer direkt am trockenen Waldrand ein Feuer entfacht.

Bild: Michael Weigel

Am Lehrbienenstand im Weißholz in Kempten haben Randalierer direkt am trockenen Waldrand ein Feuer entfacht.

Bild: Michael Weigel

Unbekannte haben in der Nähe des Lehrbienenstands in Kempten ein Feuer entfacht, direkt am Waldrand. Förster und Imker entsetzt: Warnung vor Waldbrandgefahr.
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Von Redaktion Allgäuer Zeitung
01.04.2022 | Stand: 15:00 Uhr

„Zum Glück ist nix passiert; aber es hätte bei dem trockenen Wald auch ganz anders ausgehen können.“ Förster Michael Balk kann nur den Kopf schütteln über Ignoranz und Gedankenlosigkeit von Menschen, die am oder im Wald Feuer entfachen. Eben das geschah in einer der vergangenen Nächte am Lehrbienenstand in Kempten. (Lesen Sie hier: Waldbrand in Längenfeld: Ermittlungen zur Brandursache)

Randalierer haben dort nachts ein Feuer entfacht. Zurück blieben zum Leid der Imker eine Benzinflasche, Dreck sowie mit Ruß und Wein verschmutzte Holzmöbel, die gerade mal fünf Tage alt waren. Michael Weigel, Vorsitzender des Imkervereins Kempten, bedauert das Geschehen. Andernorts seien Lehrbienenstände eingezäunt, das wolle man eigentlich vermeiden. Wenigstens entstand kein großer Schaden.

Förster: Durch Funkenflug kann ein Feuer schnell außer Kontrolle geraten

Die Polizei will dort nun öfter eine Streife vorbeischicken und weist auf die Gefahr durch Feuer an Waldrändern hin. Förster Balk warnt, dass ein Feuer durch den Funkenflug schnell außer Kontrolle geraten könne. Erst recht, wenn es wochenlang keinen Niederschlag gebe. „Der Wald ist extrem trocken.“ Das gelte zum Beispiel auch für die Moorgebiete im Kemptener Wald.

Es müsste tagelang regnen, bis der Waldboden nicht nur oberflächlich nass ist

Das bisschen Regen aktuell ändere an der Gefahrenlage wenig. Es müsste tagelang regnen, bis der Boden nicht nur oberflächlich nass ist. Sobald die Sonne wieder kommt, gehe die Waldbrandgefahr wieder los.

Laut Balk ist offenes Feuer bis zu einem Abstand von 100 Metern zum Wald verboten. Das Waldgesetz in Bayern untersagt sogar, vom 1. März bis 31. Oktober im Wald zu rauchen.

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