Corona

Klinikverbund Allgäu: 54 neue Beatmungsgeräte

Einer von 54 neuen Beatmungsplätzen im Klinikverbund Allgäu mit (von links) Stephan Lotterer, Chefarzt Dr. Florian Wagner und Dr. Sven Ackermann.

Einer von 54 neuen Beatmungsplätzen im Klinikverbund Allgäu mit (von links) Stephan Lotterer, Chefarzt Dr. Florian Wagner und Dr. Sven Ackermann.

Bild: Ralf Lienert

Einer von 54 neuen Beatmungsplätzen im Klinikverbund Allgäu mit (von links) Stephan Lotterer, Chefarzt Dr. Florian Wagner und Dr. Sven Ackermann.

Bild: Ralf Lienert

"Wir sind für weitere Patienten bestens gerüstet“, sagt Florian Wagner, Chefarzt für Intensivmedizin. 26 Anlagen stehen im Kemptener Klinikum, 14 in Immenstadt.
14.10.2020 | Stand: 20:51 Uhr

Das Corona-Hilfspaket der bayerischen Staatsregierung ist beim Klinikverbund Allgäu angekommen. 54 neue Beatmungsgeräte wurden in vier Häuser geliefert und sind jetzt einsatzbereit. „Damit sind wir für weitere Covid-19-Patienten bestens gerüstet“, sagt Dr. Florian Wagner, Chefarzt für Anästhesie, Intensivmedizin und Notfallmedizin im Klinikverbund. 26 der invasiven und nicht-invasiven Beatmungsgeräte erhielt das Klinikum Kempten. In der Klinik Immenstadt wurden 14 Anlagen aufgebaut und in den Kliniken an den Standorten Mindelheim und Ottobeuren sind es zehn und vier Geräte.

„Aufgrund der zusätzlichen Beatmungsgeräte können wir jetzt in unseren Häusern den Regelbetrieb aufrechterhalten, auch wenn die Patientenzahlen wieder steigen sollten“, erklärt Wagner. Er erinnert an den Beginn der Pandemie im Frühjahr: Während der akuten Krise seien zahlreiche planbare Operationen verschoben worden.

Zwei Intensivstationen

Inzwischen gebe es am Klinikum Kempten zwei Intensivstationen. „In der konservativen Intensivmedizin betreuen wir in erster Linie Patienten mit lebensbedrohlichen internistischen Erkrankungen, die primär nicht operiert werden“, sagt der leitende Oberarzt Dr. Sven Ackermann.

Zudem gebe es eine operative Intensivstation. Dort würden Patienten behandelt, die im Rahmen einer umfangreichen Operation eine Phase besonders eingehender Überwachung und Therapie benötigen. Gleiches gelte für Patienten, die wegen einer lebensbedrohlichen Erkrankung als Notfall aufgenommen werden.

Derzeit zehn Corona-Patienten

Die 54 Beatmungsgeräte haben einen Wert von 1,1 Millionen Euro. Der Klinikverbund muss nichts zahlen. Klinik-Geschäftsführer Andreas Ruland, verantwortlich für die sechs Häuser im Klinikverbund, zu den momentanen Belegungszahlen: „Aktuell sind es zehn Corona-Patienten, die Höchstzahl lag bei 28.“ Die neuen Geräte entspannen die Lage: „Wir haben insgesamt 55 Intensivbetten und könnten im Extremfall auf 98 aufstocken.“