Nachruf

Manfred Ambrosch gestorben: „Mit ihm geht ein Meilenstein der Kemptener Musikgeschichte“

Kempten Manfred Ambrosch - Musik Rimmel - 62 Jahre

Mit 62 Jahren ist Manfred Ambrosch, Senior-Chef des Kemptener Musikhauses Rimmel, überraschend gestorben.

Bild: Klaus Ambrosch

Mit 62 Jahren ist Manfred Ambrosch, Senior-Chef des Kemptener Musikhauses Rimmel, überraschend gestorben.

Bild: Klaus Ambrosch

Manfred Ambrosch, Senior-Chef des Kemptener Musikhauses Rimmel, ist überraschend mit 62 Jahren gestorben. Der Musiker begleitete viele Bands auf ihrem Weg.

12.06.2020 | Stand: 17:59 Uhr

Karl Rimmel hat das Musikhaus 1933 in Diepolz gegründet. Zwei Jahre später bot er seine Akkordeons im Zigarrenladen seines Bruders im Kemptener Landhaus an, 1954 zog das Geschäft in die Linggstraße um. In Leubas baute Rimmel eine Schlagzeug- und Percussionproduktion auf. Manfred Ambrosch kam 1957 in einem Nachbarhaus zur Welt und kannte das Unternehmen von Kindesbeinen an.

Sein Vater Franz Ambrosch war langjähriger Mitarbeiter bei Rimmel und zusammen übernahmen sie vor 40 Jahren den Betrieb. Das Ladengeschäft war von 1978 bis 1994 im Illerkauf in der Bahnhofstraße, dann am Rathausplatz. 2010 stieg Klaus Ambrosch bei seinem Vater Manfred ein und zusammen verlegten sie das Geschäft in die Poststraße.

Manfred Ambrosch: Musik war seine Leidenschaft

„Mein Vater liebte die Akustikgitarre, bevorzugt von Martin oder Lakewood“, sagt Klaus Ambrosch. Die beiden spielten zusammen in der Blues-Rock-Band „Solid Rock“. Manfred Ambrosch engagierte sich auch als Musiker in der Lobpreis-Band der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde in der Eich. „Musik war seine Leidenschaft und er lebte für seine Familie.“

Der Familienvater galt als „liebenswert mit Ecken und Kanten“. Ein Schlaganfall riss ihn mitten aus dem Leben. An seinem Grab trauerten in dieser Woche seine Frau Rosmarie, seine vier Kinder, zehn Enkel und seine Schwester: „Mit ihm geht ein Meilenstein der Kemptener Musikgeschichte.“