Eröffnung

Mitten im Corona-Lockdown: Flax-Hotel eröffnet in Dietmannsried

So sieht die Bar im neuen Flax-Hotel in Dietmannsried aus. Zur Eröffnung kamen (von links) Bauherr Ulrich Geiger, Bürgermeister Werner Endres, Landrätin Indra Baier-Müller, Architekt Michael Gibbesch und Geschäftsführer Alexander Geiger.

So sieht die Bar im neuen Flax-Hotel in Dietmannsried aus. Zur Eröffnung kamen (von links) Bauherr Ulrich Geiger, Bürgermeister Werner Endres, Landrätin Indra Baier-Müller, Architekt Michael Gibbesch und Geschäftsführer Alexander Geiger.

Bild: Ralf Lienert

So sieht die Bar im neuen Flax-Hotel in Dietmannsried aus. Zur Eröffnung kamen (von links) Bauherr Ulrich Geiger, Bürgermeister Werner Endres, Landrätin Indra Baier-Müller, Architekt Michael Gibbesch und Geschäftsführer Alexander Geiger.

Bild: Ralf Lienert

„Das Flax“ bietet 107 Zimmer und einen Tagungsbereich. Womöglich folgen weitere Standorte.
So sieht die Bar im neuen Flax-Hotel in Dietmannsried aus. Zur Eröffnung kamen (von links) Bauherr Ulrich Geiger, Bürgermeister Werner Endres, Landrätin Indra Baier-Müller, Architekt Michael Gibbesch und Geschäftsführer Alexander Geiger.
Von Ralf Lienert
05.12.2020 | Stand: 20:15 Uhr

Mitten im Corona-Lockdown eröffnete in Dietmannsried das Hotel „Das Flax“. Gleich neben der Autobahn A7 entstanden in den vergangenen drei Jahren 107 Gästezimmer in vier Kategorien mit 214 Betten, ein Tagungsbereich mit sechs Räumen und ein großzügiger Außenplatz. Und es könnten weitere folgen.

Bei der Eröffnung freute sich Dietmannsrieds Bürgermeister Werner Endres über den „Lückenschluss“ im örtlichen Tourismus: „Da hatten wir bislang nur ein spärliches Angebot.“ Das Projekt von Unternehmer Ulrich Geiger (63) wurde von Geiger Schlüsselfertigbau umgesetzt, kostete nach seinen Angaben über zehn Millionen Euro und wurde von der Regierung von Schwaben als Tourismusbaustein gefördert.

Das neue "Flax"-Hotel in Dietmannsried wird künftig womöglich Geschwister bekommen

Bei der Eröffnung stellte sein Sohn Alexander Geiger (30) als Geschäftsführer der Voralpenresort Betriebs GmbH das Konzept vor: „Wenn Business auf Leisure, also Geschäft auf Freizeit trifft, hat das in der Welt des Reisens einen Namen: Bleisure Travel.“ Das Flax Allgäu ist das erste Haus der jungen, zeitgenössischen Hotelmarke. Sie ist so konzipiert, um weitere Standorte zu eröffnen, heißt es in einer Pressemitteilung. Aktuell gebe es dazu allerdings noch keine Verhandlungen. „Der Name „Das Flax“ erinnert an den Flachsanbau, der die Landschaft des Allgäus bis weit ins 19. Jahrhundert hinein geprägt hat“, sagt Produktentwicklerin Sabrina Gambino. Architekt Michael Gibbesch setzte die Vorgaben von Regionalität und Nachhaltigkeit in einem bewusst schlanken Konzept um.

Wegen Corona startete das Unternehmen mit fünf Mitarbeitern. Die Zimmerpreise beginnen bei 54 Euro pro Nacht ohne Frühstück. So bald es wieder möglich ist, gibt es Angebote für Familien, Wanderer und Mountainbiker. „Das Serviceangebot ist hochwertig, aber schlank gehalten. Es gibt ein ausgewogenes, regionales Frühstück, eine rund um die Uhr besetzte Rezeption sowie eine Bar“, sagt Ulrich Geiger.

Das Flax-Hotel in Dietmannsried bietet Tagungsräume und Co-Working-Plätze

Sechs Tagungsräume mit je 50 Quadratmetern lassen sich kombinieren. Dazu bietet das Flax einen 100 Quadratmeter großen Co-Working-Bereich und einen kleinen Wellness- und Fitnessbereich.

Thomas Braun, ebenfalls Geschäftsführer der Voralpenresort Betriebs GmbH, sagt zu aktuellen Situation: „Die Zeiten für Hoteliers und insbesondere für eine Hoteleröffnung sind sicherlich nicht die leichtesten. Dennoch sind wir überzeugt, mittel- bis langfristig unser Produkt sehr gut im Markt und unseren Bezugsgruppen zu positionieren.“

Hoteldirektor Alexander Schmidt begrüßt seit 1. Dezember die Geschäftsreisenden im Flax-Hotel Dietmannsried.
Hoteldirektor Alexander Schmidt begrüßt seit 1. Dezember die Geschäftsreisenden im Flax-Hotel Dietmannsried.
Bild: Ralf Lienert

Die Hoteleröffnung markiert den Abschluss der Entwicklung des Gewerbegebietes Ost durch die Familie Geiger. Neben der Firmenzentrale der Gruppe mit bundesweit 14000 Mitarbeitern entstanden der KDS-Campus, eine integrative Wäscherei, eine Energiezentrale, ein Parkhaus – mit dem das Hotel durch einen unterirdischen Gang verbunden ist –, der Bürokomplex Illa 7 und das Restaurant Coffee & Friends.

Landrätin Indra Baier-Müller lobte den Unternehmergeist der Familie: „Sie entwickeln Vision, die sie über Generationen verwirklichen.“

Den Segen für das neue Hotel übernahmen die evangelische Pfarrerin Andrea Krakau und ihr katholischer Kollege Dr. Martin Awa. Für die Zeit nach der Corona-Pandemie ist ein Tag der offenen Türe mit Bürgerfest geplant.