Jäger tötet Hund nahe Immenstadt

Jäger erschießt Hund nach Angriff auf Reh

Ein Reh wurde nahe Immenstadt von einem Hund attackiert. Ein Jäger erschoss daraufhin den Rüden.

Ein Reh wurde nahe Immenstadt von einem Hund attackiert. Ein Jäger erschoss daraufhin den Rüden.

Bild: Stefan Hesse, dpa (Symbolfoto)

Ein Reh wurde nahe Immenstadt von einem Hund attackiert. Ein Jäger erschoss daraufhin den Rüden.

Bild: Stefan Hesse, dpa (Symbolfoto)

Ein Jäger hat am Dienstag einen Hund erschossen. Das Tier hatte ein Reh attackiert.
Von Allgäuer Zeitung
16.12.2020 | Stand: 18:15 Uhr

Nach einem Angriff auf ein Reh hat am Dienstagabend ein Jäger einen dreijährigen Hund erschossen. Das teilte die Polizei am Mittwoch mit. Spaziergänger hatten beobachtet, wie der freilaufende Husky-Akita-Mix auf einem Wanderweg im Bereich Oberau/Untermaiselstein das Reh riss und versuchten offenbar, noch einzugreifen. Doch der Hund sei nicht mehr von dem Reh abzubringen gewesen, so die Polizei weiter.

Jäger tötet Hund

Der Jagdpächter erschoss daraufhin das Tier. Der dreijährige Hund war seinem Frauchen beim abendlichen Gassigehen am Illerdamm entlaufen, berichtet die Polizei. Als sie trotz herbeigeholter Hilfe den Hund nicht mehr finden konnte, wurde sie auf den Polizeieinsatz aufmerksam und identifizierte schließlich das Tier.

Die Halterin muss jetzt noch mit einer Ordnungswidrigkeitenanzeige nach dem Bayerischen Jagdgesetz rechnen, so die Polizei. Auf Nachfrage unserer Redaktion bestätigte ein Sprecher der Polizei, dass weder das Reh noch der Hund den Vorfall überlebt haben. (Lesen Sie exklusiv mit AZ Plus: Tiere verschwunden? Gerüchte über Katzenfänger in Memmingen)

Nach dem Bayerischen Jagdgesetz ist es laut Jagdbehörde verboten, Hunde in einem Jagdrevier unbeaufsichtigt frei laufen zu lassen. Wenn der Hundebesitzer seiner Aufsichtspflicht nicht nachkommt, dürfen Jäger – als letztes Mittel – wildernde Hunde töten.

Immer wieder Attacken von Hunden

In den letzten Monaten wurden im Allgäu immer wieder Rehe von freilaufenden Hunden attackiert. So zum Beispiel auch in Langerringen bei Buchloe. Der 65-jährige Jäger Max Baumgartner musste damals ein Reh nach einem Hundeangriff sogar erschießen. Wildernde Hunde seien zunehmend ein Problem, sagt er. Trotzdem sagt über die Angriffe von Hunden: "Jäger und Hundebesitzer sollten aufeinander zugehen und miteinander reden. Mit Hass und Wut erreicht man nichts."