Corona-Konzept

Party-Tempel wird zur Klecks-Bühne

So soll die Klecks-Bühne im Parktheater aussehen.

So soll die Klecks-Bühne im Parktheater aussehen.

Bild: Andreas Schütz

So soll die Klecks-Bühne im Parktheater aussehen.

Bild: Andreas Schütz

Kleinkunstverein wechselt Veranstaltungsort. Vom Künstlerhaus geht's in Parktheater. Dort finden ab Oktober jeden letzten Donnerstag im Monat Konzerte statt.
13.09.2020 | Stand: 11:30 Uhr

Konzerte zu organisieren ist in Corona-Zeiten alles andere als leicht. Mit der Kultur-Sommer-Reihe im Innenhof der Residenz setzte der Kleinkunstverein Klecks in Kooperation mit dem Kulturamt ein Zeichen. Über 1000 Besucher kamen zu den sechs Konzerten, sagt Organisator Andreas Schütz. Und weil alles gepasst hat, gibt es am Samstag, 12. September (20 Uhr), wie berichtet sogar noch einen Nachschlag mit der „Blues Brothers Band“ (E-Mail-Reservierung: info@klecks.de). Da wird Andreas Schütz auch eigenhändig in die Pianotasten greifen. Zuletzt hatten ihn dazu Matthias Schriefl und Christian Wegscheider bei ihrer Zugabe, dem „Moskau Blues“, gebeten. „Das kam sehr überraschend“, sagt Schütz und lacht. Angespornt vom Erfolg des Kultursommers habe sich der Kleinkunstverein nun entschlossen, die Reihe „Klecks Live“ trotz Corona fortzuführen – jedoch nicht im gewohnten Künstlerhaus.

Denn angesichts der Corona-Regelungen bereitete der traditionelle Auftrittsort im Obergeschoss des Künstlerhauses den „Klecksern“ Kopfzerbrechen. Gemäß der aktuell geltenden Hygiene- und Abstandsregelungen hätten dort nämlich gerade mal 18 Besucher Platz gehabt. „Konzerte sind für uns aber so nicht machbar“, sagt Andreas Schütz. Auf der Suche nach einem Alternativort wurde er in direkter Nachbarschaft fündig. Hannes Palmer vom Parktheater erklärte sich bereit, an bestimmten Abenden, sein Haus für die Klecks-Konzertreihe zur Verfügung zu stellen.

Der Saal des Parktheaters fasst rund 600 Besucher und wird in der Regel auch im Rahmen des Jazzfrühlings für Konzerte genutzt. Gemessen an den aktuellen Corona-Regeln werden rund 80 Besucher die Klecks-Konzerte erleben können. Der Raum werde zu den Konzerten speziell hergerichtet. „Das ist schon ein ziemlicher Aufwand für uns“, sagt Schütz. Aber die Reihe ganz abzublasen sei für den Klecks keine Alternative gewesen. So werde das Klecks-Team jeweils mittags anrücken, um den Saal umzubauen. Zum einen gebe es eine Bestuhlung mit Sofas und Kinosesseln. Die Karten für diese Plätze kosten 20 Euro, sagt Schütz. Zum anderen werden Barhocker aufgestellt (Karten kosten 15 Euro). „Damit können wir auch flexibler auf Gruppen reagieren.“ Fünf Konzerte jeweils am letzten Donnerstag des Monats sind im Parktheater geplant. Im Dezember wird jedoch pausiert. „Da wären wir mit Silvester kollidiert“, sagt Andreas Schütz.

Terminplan

Die Konzerte im Parktheater beginnen jeweils um 20 Uhr. Kartenreservierung unter E-Mail info@klecks.de:

29. Oktober: Das Frauen-Septett „SiEA“ spielt Avantgarde-Pop, Disco-Funk und Techno.

26. November: „Organ Explosion“ spielt Funk, Blues und Jazz.

28. Januar: „Covidian Harmonists“ mixen Soul, Regae, Funk, Jazz.

25. Februar: Sänger „San2“, Gitarrist Sebastian Schwarzenberger und Bluespianist Ludwig Seuss.

25. März: Das Duo „Ladybird“ präsentiert mit Klarinettist und Saxofonist Jan Kiesewetter Swingendes.