Hoher Besuch

Politpromis sind auf der Allgäuer Festwoche gerne gesehen

Gern gesehen wird auch Politprominenz – wie einst der bayerische Ministerpräsident Franz-Josef Strauß (Mitte). Ihm zeigten der damalige Oberbürgermeister Dr. Josef Höß (rechts neben Strauß) und Landtagsabgeordneter Paul Diethei (links) die Wirtschaftsausstellung.

Gern gesehen wird auch Politprominenz – wie einst der bayerische Ministerpräsident Franz-Josef Strauß (Mitte). Ihm zeigten der damalige Oberbürgermeister Dr. Josef Höß (rechts neben Strauß) und Landtagsabgeordneter Paul Diethei (links) die Wirtschaftsausstellung.

Bild: Ralf Lienert

Gern gesehen wird auch Politprominenz – wie einst der bayerische Ministerpräsident Franz-Josef Strauß (Mitte). Ihm zeigten der damalige Oberbürgermeister Dr. Josef Höß (rechts neben Strauß) und Landtagsabgeordneter Paul Diethei (links) die Wirtschaftsausstellung.

Bild: Ralf Lienert

Manche Anekdote wird dabei immer wieder erzählt - vor allem wenn es sich um prominente Gäste handelt.

08.08.2020 | Stand: 12:00 Uhr

Es gibt Anekdoten, die werden immer wieder erzählt. Vor allem dann, wenn sie sich um prominente Gäste bei der Festwochen-Eröffnung ranken. Der Auftritt der einstigen Europa-Ministerin Beate Merk beispielsweise, die 2015 den Eindruck hinterließ, diesen Termin rein pflichtbewusst abgehakt zu haben. Oder eine Vergesslichkeit des ehemaligen bayerischen Landwirtschaftsministers Josef Miller. Er hatte seine Rede ohne den obligaten Schlusssatz beendet: „Die Allgäuer Festwoche ist eröffnet.“ Ein amüsanter Fauxpas, der noch Jahre später belächelt wird.

Markus Söder hat es bisher nicht zur Eröffnung geschafft

Traditionell eröffnet ein prominenter Gast aus Politik oder Wirtschaft die Festwoche. Vor 70 Jahren war das der damalige Wirtschaftsminister Hans Seidel. Ihm folgten später die Ministerpräsidenten Franz-Josef Strauß (gleich zweimal), Edmund Stoiber (viermal) und Horst Seehofer. Markus Söder hat es bisher nicht zur Eröffnung geschafft, kam dafür aber im Jubiläumsjahr 2019 zum Allgäu-Tag.

Politikern Versprechen abringen

Den Besuch ranghoher Politgrößen nutzen regionale Politiker, um ihnen – sozusagen als Gastgeschenk – das eine oder andere Versprechen abzuringen. So versprach Horst Seehofer 2017, sich für einen zügigen B12-Ausbau stark zu machen. Finanzminister Albert Füracker kündigte 2019 an, der Landwirtschaft in schweren Zeiten den Rücken zu stärken. Und die wirtschaftliche Stärke der Region prinzipiell war bei Eröffnungen stets ein Kompliment, das Gastredner den Allgäuern zollten.