Hochschule Kempten

Spanner-Verdacht an der Hochschule in Kempten: Staatsanwaltschaft stellt Verfahren ein

Die Staatsanwaltschaft Kempten stellt die Ermittlungen im Spanner-Fall an der Hochschule ein.

Die Staatsanwaltschaft Kempten stellt die Ermittlungen im Spanner-Fall an der Hochschule ein.

Bild: Ralf Lienert (Symbolfoto)

Die Staatsanwaltschaft Kempten stellt die Ermittlungen im Spanner-Fall an der Hochschule ein.

Bild: Ralf Lienert (Symbolfoto)

Ein Mann soll Studentinnen mit seinem Handy gefilmt haben. Die Ermittlungen brachten die Fahnder nicht wirklich weiter.
28.09.2020 | Stand: 13:25 Uhr

Die Kemptener Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen gegen einen mutmaßlichen Spanner an der Hochschule eingestellt. Das teilt Oberstaatsanwalt Sebastian Murer auf Anfrage mit. Wie berichtet, soll ein Unbekannter im Frühjahr mit seinem Handy Studentinnen auf der Toilette gefilmt haben. Die Ermittler hatten zunächst einen Mann im Visier – doch es gibt laut Murer „keinen hinreichenden Tatverdacht“.

Ermittlungen liefen gegen einen mittlerweile Verurteilten

Die Ermittlungen liefen ihm zufolge gegen den 31-Jährigen, den das Amtsgericht Kempten jüngst wegen eines ähnlichen Delikts zu fünf Monaten Gefängnis verurteilt hat. Der mehrfach vorbestrafte Mann hatte in der Umkleidekabine im Cambomare heimlich Filmaufnahmen von einer Frau gemacht und damit ihren höchstpersönlichen Lebensbereich verletzt.

Ob der Verurteilte allerdings derjenige ist, der Frauen an der Hochschule filmte, bleibt unklar. Die Polizei habe weder entsprechende Videos gefunden, noch hätten die Zeugenaussagen Klarheit gebracht. Es gab indes nicht nur Beschwerden an der Hochschule, sagt Murer.

Auch an Berufsschule wurden Beobachtungen gemeldet

Auch an der Berufsschule seinen entsprechende Beobachtungen gemeldet worden. Mangels Hinweisen habe die Staatsanwaltschaft das Verfahren mittlerweile eingestellt.