Durach

Treuer Torjäger

VfB Durach - FC Wiggensbach

VfB Durach - FC Wiggensbach

Bild: Erwin Hafner

VfB Durach - FC Wiggensbach

Bild: Erwin Hafner

Fußball Nach 24 Toren in der laufenden Bezirksliga-Saison ist Dominik Portsidis begehrt. Der 20-Jährige erteilt der Konkurrenz aber einen Korb und verlängert beim VfB Durach
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Von Stephan Schöttl
13.05.2019 | Stand: 15:25 Uhr

Seine Qualitäten vor dem gegnerischen Tor hat Dominik Portsidis am vergangenen Samstag im Bezirksliga-Heimspiel des VfB Durach gegen den TV Bad Grönenbach einmal mehr eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Zwei Mal wurde er in Szene gesetzt, zwei Mal verwandelte er beim 2:0-Sieg seines Teams aus kurzer Distanz. Abgeklärt wie ein Routinier. Es waren bereits die Treffer Nummer 23 und 24 für den 20-jährigen Stürmer in dieser Saison – mehr als ein Drittel der insgesamt 69 Duracher Tore. Im Verein hat ihm das inzwischen den Namen „Tortsidis“ eingebracht. Das weckt das Interesse bei der Konkurrenz. Die ersten Angebote anderer Klubs hat er bereits auf dem Tisch, in der Gerüchteküche brodelt es seit Wochen. Nun beendet der 20-Jährige jegliche Spekulationen um seine Person und sagt: „Ich spiele auch in der kommenden Saison für den VfB Durach. Während dieser Runde habe ich gemerkt, wie sehr mir das hier alles am Herzen liegt. Meine Mitspieler, die Trainer, das Umfeld. Ich fühle mich in diesem Verein einfach rundum wohl.“

Beim VfB Durach hat Portsidis einst bei den Kleinsten in der G-Jugend begonnen. Sein Trainer damals wie heute: Alexander Methfessel. Im Nachwuchsbereich waren der FC Memmingen und der FC Kempten Zwischenstationen, bevor es für den Fachoberschüler in der B-Jugend wieder zurück zum Heimatverein ging. „Im Nachhinein betrachtet, war das genau die richtige Entscheidung“, sagt er. Der Stürmer erzielte schon in seinem letzten Jahr als A-Jugendlicher 36 Tore in 25 Bezirksoberliga-Spielen. Eine Saison später ließ er im Herrenbereich 18 Treffer in 24 Partien der Bezirksliga folgen, die heuer noch einmal getoppt wurden. Die Kaltschnäuzigkeit im Abschluss, sagt er, sei seine große Stärke. Sogleich schiebt er aber hinterher: „Verbessern kann man sich natürlich immer und in jedem Bereich.“ Das zeigt: Portsidis ist ehrgeizig. Einer, der zwar eine große Portion Talent mitbringt, aber auch im Training akribisch an seinen Fähigkeiten arbeitet.

Durachs Sportlicher Leiter Stefan Feneberg ist überglücklich, dass der Torjäger an Bord bleibt. „Das war zuletzt die Personalie, die uns am meisten umgetrieben hat. Wir wissen alle, was wir an ihm haben. Für seine weitere Entwicklung ist das mit Sicherheit der richtige Weg“, sagt er. Portsidis hört das und nickt zustimmend. Lob gibt’s von ihm an die Adresse des Coaches. Er habe bei Alexander Methfessel gelernt, sich auf dem Spielfeld zu behaupten, sei cleverer geworden und auch mental gereift. Der 20-Jährige meint: „Er gibt uns jungen Spielern das Vertrauen und geht sehr geduldig mit uns um.“

Dass für den Aufsteiger in der Landesliga künftig ein rauerer Wind weht, ist Portsidis klar. Das Spiel wird schneller, die Gegenspieler werden robuster. Dennoch sind sie beim VfB überzeugt davon, dass die junge Truppe auch auf diesem Niveau mithalten kann. Sie bauen dabei natürlich auch auf die sagenhafte Trefferquote ihres Top-Stürmers. Und der bekräftigt am Ende des Gesprächs noch einmal, sich mit allen Kräften für den VfB Durach einzusetzen. Portsidis: „Natürlich will jeder Spieler so hochklassig wie möglich spielen. Man muss aber auch stets bedenken, ob sich der Aufwand lohnt. Jetzt spielen wir erst einmal alle zusammen in der Landesliga. Dann sehen wir weiter.“