Heftiger Widerstand

Mann bespuckt, beleidigt und tritt Polizisten in Kempten

06.11.2019, Baden-Württemberg, Freiburg: Ein Bundespolizist steht am Hauptbahnhof vor einem ICE. Die Bundespolizei erhöht den Schutz von Bahnanlagen. Die Gefahren des Bahnverkehrs werden der Bundespolizei zufolge häufig unterschätzt. Foto: Patrick Seeger/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ | Verwendung weltweit

Eine Kontrolle der Bundespolizei am Kemptener Hauptbahnhof ist völlig eskaliert.

Bild: Patrick Seeger/dpa (Symbolfoto)

Eine Kontrolle der Bundespolizei am Kemptener Hauptbahnhof ist völlig eskaliert.

Bild: Patrick Seeger/dpa (Symbolfoto)

Am Kemptener Hauptbahnhof ist eine Personenkontrolle völlig eskaliert. Ein 38-Jähriger wurde festgenommen und später ins Bezirkskrankenhaus eingeliefert.

02.06.2020 | Stand: 20:19 Uhr

Ein 38-Jähriger hat Beamte der Bundespolizei bespuckt, beleidigt, getreten und geschlagen. Er wurde am Kemptener Hauptbahnhof kontrolliert. Laut einer Meldung des Zugpersonals waren er und ein 35-jähriger Reisender ohne Fahrschein im Regionalexpress aus München unterwegs. Zudem hatten sie sich auf der Zugtoilette versteckt und dort geraucht.

Bei der Personalfeststellung verhielt sich der 38-jährige Mann aus Tunesien aggressiv, beleidigte die Beamten,leistete Widerstand und versuchte die Beamten mit Kopfstößen zu treffen. Die Polizisten konnten den Mann nach eigenen Angaben nur unter erheblicher Anstrengung zu Boden bringen und fesseln. Auf dem Weg zur Dienststelle mussten sie den 38-Jährigen teilweise tragen. Dort setzte der Mann seinen Widerstand durch Schläge, Tritte, Beißen, Spucken und Beleidigungen fort. Er schlug seinen Kopf mehrfach gegen die Zellentür.

Alkoholtest verweigert

Der Festgenommene verweigerte nach Angaben der Beamten einen Atemalkoholtest. Die Bundespolizisten kontaktierten daraufhin die Staatsanwaltschaft Kempten, die eine Blutentnahme anordnete. Die diensthabende Ärztin beurteilte seinen Zustand als fremd- und eigengefährdend. Er wurde ins Bezirkskrankenhaus eingeliefert und muss sich nun unter anderem wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung, verantworten.

Die Beamten teilten auch mit, dass der 35-jährige Mitreisende, ebenfalls ein Tunesier, nicht im Besitz von Dokumenten war, die seinen Aufenthalt im Bundesgebiet legitimierten. Er erhielt eine Anzeige wegen des Erschleichens von Leistungen.