Ostallgäuer Gerichtsprozess

25-jährige Frau greift einen Mann an, dann die Frau, die ihm zuhilfe kommt

Eine 25-jährige Frau mit einer geistigen Beeinträchtigung hat einen Mann aus ihrer Einrichtung angegriffen, danach den Angriff aber sehr bereut.

Eine 25-jährige Frau mit einer geistigen Beeinträchtigung hat einen Mann aus ihrer Einrichtung angegriffen, danach den Angriff aber sehr bereut.

Bild: David-Wolfgang Ebener, dpa (Symbolbild)

Eine 25-jährige Frau mit einer geistigen Beeinträchtigung hat einen Mann aus ihrer Einrichtung angegriffen, danach den Angriff aber sehr bereut.

Bild: David-Wolfgang Ebener, dpa (Symbolbild)

Reumütig nach Angriff: Eine 25-jährige Ostallgäuerin würgt und schubst einen Mann und greift danach eine Frau an. Was das psychiatrische Gutachten ergibt.
21.04.2021 | Stand: 11:36 Uhr

Wegen Körperverletzung in zwei Fällen hat das Kaufbeurer Amtsgericht eine 25-Jährige zu einer Geldstrafe verurteilt. Die Angeklagte, der wegen einer geistigen Beeinträchtigung ein gesetzlicher Betreuer zur Seite steht, hatte einen Mann aus ihrer Einrichtung geschubst, die Hände um seinen Hals gelegt und zugedrückt. Als eine Frau ihm zu Hilfe kommen wollte, wurde auch sie geschubst und geschlagen. Der angegriffene Mann erlitt Prellungen und lang anhaltende Kopfschmerzen.

Warum die 25-Jährige nach dem Urteil nochmals das Wort ergreift

Da ein psychiatrisches Gutachten des Kaufbeurer Bezirkskrankenhauses eine erheblich verminderte Schuldfähigkeit der Angeklagten feststellte, entschloss das Gericht sich, die angestrebte Strafe von 120 Tagessätzen auf 90 Tagessätze à 15 Euro zu reduzieren. Zudem muss die Angeklagte die Verfahrenskosten tragen. Die 25-Jährige ergriff nach dem Urteil noch mal selbst das Wort und erklärte, dass ihr Verhalten ihr sehr leid tue.