Abiturfeier in Marktoberdorf

Beste Abi-Note: Marktoberdorfer Abiturient schreibt Schulgeschichte

Abifeier

Für die Abiturnote 1,0 erhielten (von links) aus der Hand von Stephanie Weiser in Marktoberdorf Marco Schmid, Dominik Gröger und Lisa Gerum eine Auszeichnung durch die Frank-Hirschvogel-Stiftung. Dabei hatte Marco Schmid das beste Abitur in der bisherigen Geschichte des Marktoberdorfer Gymnasiums geschrieben. Mit ihnen freute sich Schulleiter Wilhelm Mooser.

Bild: Rosemarie Klimm

Für die Abiturnote 1,0 erhielten (von links) aus der Hand von Stephanie Weiser in Marktoberdorf Marco Schmid, Dominik Gröger und Lisa Gerum eine Auszeichnung durch die Frank-Hirschvogel-Stiftung. Dabei hatte Marco Schmid das beste Abitur in der bisherigen Geschichte des Marktoberdorfer Gymnasiums geschrieben. Mit ihnen freute sich Schulleiter Wilhelm Mooser.

Bild: Rosemarie Klimm

Marco Schmid erreicht beste Abinote seit Bestehen des Marktoberdorfer Gymnasiums. Schulleiter Mooser erinnert an die besonderen Unterrichtsumstände wegen Corona
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Von Rosemarie Klimm
19.07.2021 | Stand: 11:37 Uhr

Groß war die Freude bei allen Beteiligten vom Gymnasium Marktoberdorf, dass nun doch noch eine Abiturfeier möglich war – wenn auch etwas anders als sonst. Sie fand in zwei Gruppen und nacheinander im Modeon statt. Für einen Paukenschlag sorgte dabei Abiturient Marco Schmid. Der 1-0-Abiturient hat mit 896 von insgesamt 900 erreichbaren Punkten das beste Abitur in der bisherigen Geschichte des Marktoberdorfer Gymnasiums geschrieben.

Für den festlichen musikalischen Rahmen bei der Abifeier sorgte das Kammerorchester des Gymnasiums unter der Leitung von Stephan Dollansky. Den musikalischen Schlusspunkt setzten die Abiturenten und Abiturientinnen aus der Big Band mit ihrem Spiel. Durchs Programm führte Arne Böhler.

Schulleiter lobt beeindruckende Leistungen der Marktoberdorfer Abiturienten

Der in diesen Pandemiezeiten nicht unerhebliche Aufwand für die Abi-Feier sei gerechtfertigt, betonte Schulleiter Wilhelm Mooser. Die Leistungen der Jugendlichen habe zu noch nie dagewesenen Abiturzeugnissen am Marktoberdorfer Gymnasium geführt. Und dies, obwohl herausfordernde, unerwartete beinahe eineinhalb Jahre hinter ihnen liegen, die völlig unvorbereitet für alle kamen.

Mittendrin im Erwachsenwerden, einer Zeit einzigartiger Momente, in der Pläne für ein ganzes Leben geschmiedet werden, habe es geheißen: Schule auf, Schule zu, Abistress – und von einem Tag auf den anderen auf einen Großteil der bisherigen Aktivitäten zu verzichten.

Einige Abiurienten sagten über das ABI 21: "Die Schule war öfter dicht als wir"

Einige der Abiturienten hätten den aufgekommenen Frust im Abimotto „ABI 21 – Die Schule war öfter dicht als wir“ zum Ausdruck bringen wollen. Doch da er gewusst habe, dass sich die meisten der Abiturienten – wie auch die Lehrer und Eltern – der Situation der Schule im Lockdown und den Herausforderungen des Homeschoolings stellten, habe er dieses Motto abgelehnt, erinnerte Mooser. Er habe festgestellt, dass sich die Jugendlichen in dieser Zeit unter anderem auch zu Spezialisten im Umgang mit digitalen Lernplattformen und Videotools entwickelten.

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Alle mussten sich in neue Portale einarbeiten. Mooser sagte allen Dank, die sich diesen Herausforderungen stellten. Staatlich verordneter Distanzunterricht habe für jeden Selbstdisziplin, Selbstorganisation und selbstgesteuertes Lernen bedeutet. Der Unterricht habe sich auf die Pflichtfächer beschränkt. Wahlunterricht konnte seit über einem Jahr nicht mehr stattfinden.

Die Gefahr der Isolation und Verseinsamung einzelner Schüler sei real gewesen

Viel stärker aber traf alle, dass die sozialen Kontakte, die die Schule bietet, nicht mehr möglich waren. Die Gefahr der Isolation und Vereinsamung einzelner sei ganz real gewesen. Doch Eltern und Lehrer hätten keinen im Stich gelassen. Es habe Kollegen gegeben, die bis vor die Haustüre gekommen seien, um zu fragen, ob alles in Ordnung ist.

Der Umgang mit den Folgen der Pandemie verlange von jedem, sich den Herausforderungen zu stellen und Verantwortung für die Gemeinschaft zu übernehmen, zeigte Mooser anhand der Geschichte von Jonas und dem Wal auf. In den Phasen der sozialen Isolation hätten die Jugendlichen Zeit gehabt, sich auf die Abiturprüfungen intensiv und ohne Ablenkung vorzubereiten. Die Krise sei auch Chance gewesen, die sie genutzt hätten.

Marktoberdorfer Oberstufenkoordinator "Papa" Würtz wird beschenkt

Für die Zukunft wünschte der Schulleiter den Schulabgängern alles Gute mit dem Hinweis, dass auch künftigen schwierigen Situationen durch einen Perspektivwechsel Positives abgewonnen werden könne. Gemeinsam mit dem Oberstufenkoordinator des Gymnasiums, Christian Würtz, übergab er die Abiturzeugnisse und die Auszeichnungen durch den Elternbeirat für besonderes soziales Engagement.

In launigen Worten erinnerten Jahrgangssprecher Julia Weymann und Laurin Lobeck an einzelne Begebenheiten der vergangenen Jahre und bedankten sich bei ihren Lehrern. Insbesondere bedankten sie sich bei „Papa“ Würtz, der immer eine offene Tür für sie gehabt habe. Ihm überreichten sie zum Dank ein Abi-T-Shirt.

Dreimal gab es in Marktoberdorf heuer die Abiturnote 1,0

Auch diesmal wieder übergab der Präsident des Rotary-Clubs Marktoberdorf, Stefan Schmid, den Preis für Fleiß. Die Auszeichnungen durch die Frank-Hirschvogel- Stiftung für die drei Abiturienten mit der Zeugnisnote 1,0 überreichte Stephanie Weiser. Sie erhielten: Marco Schmid, Dominik Gröger und Lisa Gerum. Den Preis für Fleiß erhielt Marius Hartmann für sein 1,1-Abitur. Eine Auszeichnung durch den Elternbeirat für besonderes soziales Engagement erhielten Laurin Lobeck, (erneut) Marco Schmid und Julia Weymann.

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