Gemeinderat

Bidingen vertagt Entscheidung über Zuschüsse für "neue" Vhs

Die geplante Neuausrichtung der Volkshochschulen im mittleren Ostallgäu war nun Thema im Gemeinderat in Bidingen.

Die geplante Neuausrichtung der Volkshochschulen im mittleren Ostallgäu war nun Thema im Gemeinderat in Bidingen.

Bild: Mathias Wild

Die geplante Neuausrichtung der Volkshochschulen im mittleren Ostallgäu war nun Thema im Gemeinderat in Bidingen.

Bild: Mathias Wild

Die Volkshochschulen im mittleren Ostallgäu wollen sich neu ordnen. Warum die Gemeinde Bidingen deshalb bei möglichen Zuschüssen für die Vhs noch abwartet.
07.08.2020 | Stand: 06:00 Uhr

„Gemeinsam in eine neue Zukunft!“ Dieser Slogan der Volkshochschule (VHS) fand seinen Widerhall auch bei der Gemeinderatssitzung in der Turnhalle in Bidingen. Die VHS im mittleren Ostallgäu möchte sich neu positionieren und ist auch auf kommunale Zuwendungen angewiesen.

Bürgermeister Franz Martin begrüßte in der Sitzung als Referenten Norbert Scheifele, Projektleiter der VHS-Neuausrichtung, und Friedel Wegner, Zweiter Bürgermeister und Leiter der VHS Biessenhofen. Martin sagte, er sehe die Notwendigkeit der Erwachsenenbildung und schätze das umfangreiche Angebot der VHS.

"Ein Teil der Bildungsregion"

Scheifele informierte über die große Herausforderung, eine gemeinnützige GmbH (gGmbh) im mittleren Landkreis zu gründen und die ansässigen Gemeinden mit ins Boot zu holen. „Wir sind ein Teil der Bildungsregion Ostallgäu“, sagte Scheifele, der für mehr Professionalität und hohe Qualität auf seine Informationstour geht, um die Kostenbeteiligung der Gemeinden für dieses Projekt zu sichern.

Zuschüsse nur bei fünf Programmpunkten

Er stellte die Vorteile einer Fusion in den Vordergrund. „Die VHS ist auf die Zuschüsse der Kommunen angewiesen, nur 60 Prozent der Einnahmen laufen über die Teilnahmegebühren“, erläuterte er. „Wir müssen fünf Programmpunkte in der VHS spielen, sonst gibt es keine Zuschüsse“, ergänzte Wegner. Scheifele dokumentierte einige wichtige Zahlen (Kosten, Zuschüsse und mehr) und wünschte sich als Ziel, die Zuschüsse an die Einwohnerzahlen zu koppeln. „Nach zwei Jahren erfolgt eine Bestandsaufnahme“, sagte Scheifele und schlussfolgerte: „Gemeinsam ist vieles mehr möglich.“

"An Räumlichkeiten scheitert es nicht"

Anschließend gab es einige Fragen der Gemeinderäte über Kostenbeteiligung, Zuschüsse und weitere Vorgehensweise. „Wir schätzen und würdigen das Angebot der VHS“, sagte Waltraud Mair, die aber an den schmalen Haushalt der Gemeinde erinnerte. Irmgard Schnieringer fragte wegen einer GmbH das entsprechende Startkapital und eine Modellrechnung nach. „In anderen Gemeinden hat sich etwas entwickelt“, sagte Scheifele, „das Neue funktioniert“.

„An den Räumlichkeiten soll es in Bidingen nicht scheitern“, sagte Bürgermeister Martin. „Was ist in zwei Jahren?“, fragte Sonja Eberle. „Dann müssen wir wieder diskutieren“, antwortete Wegner, der an die große Chance erinnerte, den Bildungsauftrag gemeinsam zu schaffen. Weil die Mehrheit Dieter Fischers Antrag auf Vertagung dieses Themas folgte, wird die Entscheidung für eine Abstimmung auf die nächste Sitzung verschoben.

Kindergarten: Gut in der Zeit

Auf den neuesten Stand brachte das Gemeindeoberhaupt den Gemeinderat anschließend zum Fortschritt beim Neubau des Kindergartens anhand einiger Bilder. Die ersten Heizungs- und Installationsmaßnahmen sind in Kürze fertig, und noch im August folgen die Elektro- und dann die Estrich- und Verputzarbeiten. An eine frühere Öffnung denken einige Gemeinderatsmitglieder und befassen sich mit Stellenausschreibungen, Kindergartengebühren und Planstellen, um den Rahmen zu schaffen“, sagte Martin Epp. Sein Fazit: „Wir sind gut in der Zeit.“