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"Wir wurden überrannt"

Damit der Kampf um Lebensmittel nicht eskaliert: Tafel Marktoberdorf legt Aufnahmestopp ein

Der Andrang vor der Tafel Marktoberdorf ist groß. Sobald sich die Tür öffnet, drängt die Menge nach vorne. Ehrenamtliche wie Ayham Makhoul packen die Lebensmittel zusammen.

Der Andrang vor der Tafel Marktoberdorf ist groß. Sobald sich die Tür öffnet, drängt die Menge nach vorne. Ehrenamtliche wie Ayham Makhoul packen die Lebensmittel zusammen.

Bild: Stefanie Gronostay

Der Andrang vor der Tafel Marktoberdorf ist groß. Sobald sich die Tür öffnet, drängt die Menge nach vorne. Ehrenamtliche wie Ayham Makhoul packen die Lebensmittel zusammen.

Bild: Stefanie Gronostay

Die Tafel Marktoberdorf hat einen Aufnahmestopp verhängt – „zum Schutz der Ehrenamtlichen“. Der Druck wird auch durch die Ukraine-Flüchtlinge immer größer.
23.05.2022 | Stand: 20:12 Uhr

Beatrix Düthorn arbeitet seit 16 Jahren ehrenamtlich bei der Tafel Marktoberdorf. Sie hat schon viel erlebt – viele traurige Schicksale, die sie manchmal auch mit nach Hause nimmt, sagt Düthorn. Doch die vergangenen Wochen zehrten nochmals anders an den Kräften der Ehrenamtlichen. Denn zu den etwa 180 Stammkunden, die die Tafel versorgt, kamen nochmals 66 ukrainische Familien dazu. „Wir haben jedoch gar nicht so viel Ware“, sagt Anna Wilde, stellvertretende Geschäftsführerin des Caritasverbandes Kaufbeuren-Ostallgäu. Die Caritas betreibt die Tafel und hat nun für zwei Monate einen Aufnahmestopp beschlossen. „Wir müssen unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter schützen. Denn der Druck ist enorm.“