Stadtrat

Das Projekt Ausweichschule für St. Martin liegt in Marktoberdorf im Zeitplan

Für die Grundschule St. Martin soll eim Neubau entstehen. Damit dieser verwirklicht werden kann, muss die Schule in ein Ausweichgebäude umziehen.

Für die Grundschule St. Martin soll eim Neubau entstehen. Damit dieser verwirklicht werden kann, muss die Schule in ein Ausweichgebäude umziehen.

Bild: Andreas Filke

Für die Grundschule St. Martin soll eim Neubau entstehen. Damit dieser verwirklicht werden kann, muss die Schule in ein Ausweichgebäude umziehen.

Bild: Andreas Filke

Im Marktoberdorfer Stadtrat geht es um das Millionen-Projekt Neubau Martinsschule. Wie es mit der Ausweichschule weitergeht.
25.09.2020 | Stand: 06:15 Uhr

„Wir liegen im Terminplan“, hat der Leiter des Marktoberdorfer Bauamts, Ralf Baur, auf die Frage von Dr. Anne-Dore Fritzsche (Grüne) geantwortet. Sie wollte in der jüngsten Stadtratssitzung den Stand der Dinge bei der Ausweichschule erfahren. Diese ist während der Bauzeit der St. Martinsschule in Marktoberdorf nötig. Sie soll in Modulbauweise am Modeon entstehen. Über die Kosten von geschätzt 5,9 Millionen Euro – mehr als doppelt so viel wie zunächst prognostiziert – war vor der Sommerpause im Stadtrat eine sehr lebhaft geführte Diskussion entbrannt. Konkreter wurde Marion Schmidt, Leiterin der Abteilung Hochbau. Der Bauantrag sei eingereicht, derzeit werde die Ausschreibung vorbereitet.

Desinteresse an Radweg nach Oberthingau bedauert

Noch bis weit ins nächste Jahr hinein wird die Kreisstraße zwischen Oberthingau und Engratsried ausgebaut (wir berichteten). Dort auch gleich einen Radweg anzulegen, ist nicht geplant, was wiederum Christian Vavra (Grüne) wunderte. Dies sei auf Nachfrage der Marktoberdorferin Clara Knestel (Grüne) auch Thema im Kreisausschuss gewesen, sagte Wolfgang Hannig (SPD), denn es handele sich um eine Kreisstraße. Die Antwort damals: Die Anliegergemeinde habe kein Interesse daran. Anders sieht es mit einem Radweg von Geisenried in Richtung B 472 aus. Dieses letzte Teilstück will der Landkreis in Angriff nehmen, wenn er alle dafür nötigen Grundstücke besitzt.

Marktoberdorf stehe hinter diesem Radweg und wolle sich finanziell daran beteiligen, das habe der Stadtrat auch so beschlossen, sagte Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell. Das hänge aber eben davon ab, wie die Grundstücksverhandlungen laufen. Ansonsten stelle sich wirklich die Frage, ob nur ein kurzer Radweg Sinn mache, „wenn davor und dahinter nichts ist“. (Lesen Sie dazu: Neuer Kindergarten in Marktoberdorf: Jetzt rollen die Bagger an).

Statt unsicherer Querung lieber durchgehend

Auf einen anderen Radweg, den von Marktoberdorf über Rieder nach Süden, lenkte Eugel Kögel (CSU) zum wiederholten Mal den Blick. Es ging ihm dabei in der Hauptsache um die Querung bei Osterried. Trotz verschiedener Maßnahmen komme es immer wieder zu gefährlichen Begegnungen mit zu schnellen Autofahrern. Ein Radweg nur auf einer Seite „wäre optimal“ und sicherer, sagte er. Er bat darum, Gespräche mit den Grundeigentümern zu suchen.

Dorferneuerung um ein Jahr verschoben

Wenn es nach den Bertoldshofenern gehe, könnte die Dorferneuerung schon bald starten und nicht erst, wenn die Umgehungsstraße komplett fertig ist, sagte Christian Vavra. Die Federführung bei diesem Projekt habe das Amt für Ländliche Entwicklung, sagte Hell. Dieses hatte ursprünglich vor, das Verfahren in diesem Jahr einzuleiten. Wegen der Corona-Pandemie habe sich jedoch alles verzögert, sodass es erst nächstes Jahr losgehe.