Biessenhofen

Diskussion um Luftfilter für Mittelschule Biessenhofen

An Luftfiltern kommt wohl auch die Mittelschule Biessenhofen nicht vorbei.

An Luftfiltern kommt wohl auch die Mittelschule Biessenhofen nicht vorbei.

Bild: Symbolfoto: picture alliance/dpa

An Luftfiltern kommt wohl auch die Mittelschule Biessenhofen nicht vorbei.

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Mitglieder der Schulverbandsversammlung wollen sich zunächst ein Gerät vorführen lassen. Auch Internetversorgung beschäftigt die Verbandsmitglieder in Biessenhofen
22.07.2021 | Stand: 05:30 Uhr

Der Internetanschluss an der Mittelschule in Biessenhofen ist derzeit ausreichend. Die Verbandsversammlung mit den Bürgermeistern der Mitgliedsgemeinden Aitrang, Bidingen, Biessenhofen und Ruderatshofen berieten sich aber über einen Ausbau und die Förderung im Rahmen der sogenannten GWLAN-Richtlinie. Hierbei werden Glasfaseranschlüsse und WLAN für öffentliche Schulen gefördert.

Obwohl der jetzige Anschluss über eine gute Leistung verfügt, will man für zukünftige Bedarfe gut aufgestellt sein und auch die Förderung prüfen, fasste Alexander Groß, IT-Beauftragter der Verwaltungsgemeinschaft Biessenhofen, zusammen. Eine erste Kostenschätzung eines Glasfaseranschlusses liegt bei der Mittelschule bei 127 000 Euro. Der hohe Betrag ergibt sich aufgrund großer Tiefbauarbeiten und der weiten Entfernung zum nächsten Knotenpunkt, der beim Kindergarten liegt. Nach Abzug der zu erwartenden Förderung verbliebe beim Schulverband ein Eigenanteil in Höhe von 78 000 Euro. Dies ist für die Verbandsmitglieder eindeutig zu viel, wobei die Möglichkeit bestehe, dass es günstigere Angebote gibt. Außerdem sei derzeit nicht bekannt, ob die Gemeinde nicht über die Bayerische Gigabitrichtlinie einen geförderten Ausbau des Wohngebietes um die Schule beabsichtigt und dabei die Schule auch mit erschlossen werden kann. Um genauer planen zu können, beschlossen die Mitglieder, konkrete Angebote einzuholen.

Arbeitsplattform Teams beibehalten und dafür bezahlen

Während des Fernunterrichts wurde den Schulen vom Freistaat als Arbeitsplattform Microsoft Office Teams zur Verfügung gestellt. Zum neuen Schuljahr wird eine neue eigene Plattform eingesetzt. Diese sei zwar kostenlos, aber von der Anwendung nicht zufriedenstellend, da es sich hierbei nur um eine Videoplattform, nicht aber um eine Datenplattform wie bei Teams handle. Eine Weiternutzung von Teams werde daher von den Lehrern vorgezogen, verursache aber Kosten. Die Verbandsmitglieder zeigten sich sichtlich verärgert, dass hier ein gängiges, praxiserprobtes System nicht weiter übernommen wird. Sie sprachen sich aber einstimmig dafür aus, die Schule technisch auf bewährtem Standard zu halten und Microsoft Office auf eigene Kosten in der Mittelschule weiterzuführen. Für die Einrichtung sowie die laufenden Kosten lagen zwei Angebote vor. Der Auftrag wurde an eine Firma aus der Region, die bereits mehrere Schulen betreut und das günstigere Angebot abgegeben hat, vergeben. Die Kosten belaufen sich auf insgesamt 3500 Euro für eine Laufzeit von drei Jahren.

Das Thema Raumluftreinigungsgeräte in den Schulen ist ein derzeit viel diskutiertes Thema. Der Beschluss der Regierung, ohne Einbeziehung der Spitzenverbände, Geräte anzuschaffen, wird von der Verbandsversammlung heftig kritisiert. Für die Mittelschule wären für die Klassenräume fünf und für die Fachräume vier, also insgesamt neun Anlagen, notwendig. Die Kosten belaufen sich wohl zwischen 4000 und 5000 Euro pro Gerät, wobei auch Geräte für 1500 Euro auf dem Markt seien.

Großer öffentlicher Druck

Obwohl die Umsetzungsrichtlinien sicherlich auf sich warten ließen, wäre es wohl aufgrund des öffentlichen Drucks schwierig, die Anschaffung nicht zu tätigen. Fraglich sei auch eine Realisierung bis zum Start des neuen Schuljahres. Dazu käme, dass die Sinnhaftigkeit solcher Filteranlagen kritisch gesehen wird. Vorrangig, effektiv und hilfreich sei nach wie vor das regelmäßige Stoß- und Querlüften der Räume. Die Verbandsmitglieder beschlossen, mit einer aus einer anderen Schule bekannten Firma, die Geräte anbietet, Kontakt aufzunehmen und sich zusammen mit der Schulleitung ein Gerät vorführen zu lassen.

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