Marktoberdorf

Doch kein 5G-Netz

Aprilscherz Marktoberdorfer fallen nicht auf angeblichen Probebetrieb herein
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Von gst
01.04.2019 | Stand: 15:45 Uhr

April, April: Nein, die Marktoberdorfer gingen heuer dem Aprilscherz unserer Zeitung nicht auf den Leim. Kein Einziger wollte sich von der neuen 5G-Technologie überzeugen, die wie angekündigt gestern in einen Probebetrieb gehen sollte.

Pünktlich um 10 Uhr sollte vor dem Landratsamt der Hebel für das neue und superschnelle Internet umgelegt werden, für das angeblich sogar ein Sendemast am Fendt-Kamin errichtet worden war. Doch bis auf ein paar Besucher war vor dem Amt niemand zu sehen. „Ich habe einen Termin und bin zu früh dran“, antwortete ein Mann, der vor dem Eingang wartete. „Ich möchte mein Auto anmelden“, meinte eine junge Frau, die zumindest ein Handy in der Hand hielt. Auch nach einer Viertelstunde tauchte kein Technikbegeisterter mehr auf.

War der Scherz einfach zu durchschaubar oder ist das Interesse an der neuen Technologie doch nicht so groß wie angenommen? Wir wollten nicht aufgeben und hörten uns ein wenig auf der Straße um. „5G? Was soll das sein?“, war die erste Reaktion auf unsere Nachfrage. Eine 65-jährige Marktoberdorferin konnte mit dieser Information wohl sichtlich gar nichts anfangen. Das Internet benutze sie hauptsächlich, um Mails zu verschicken. „Aber ich interessierte mich nicht dafür“, stellte sie klar. Auch bei einem deutlichen jüngeren Passanten stieß unsere Frage auf deutliches Desinteresse: „Ich wäre froh, wenn ich überall Empfang hätte, geschweige denn Internet. Von einer 5G-Verbindung kann ich nur träumen“, sagte ein 32-Jähriger aus Görisried.

Im Netz sorgte unsere Meldung für einige Lacher. „Ich wette, in der Bundesnetzagentur gibt es nicht einen Mitarbeiter, der Marktoberdorf überhaupt kennt“, kommentierte ein Nutzer mit einem Augenzwinkern. „April, April“, schrieben zwei andere. Nächstes Jahr müssen wir wohl noch früher aufstehen, um unsere Leser mit einem Scherz gebührend in den April zu schicken.