Stötten/Altdorf

Erneuerte Wegkreuze grüßen nun wieder die Wanderer

Den kirchlichen Segen erhielt am letzten Sonntag das neue Kreuz an der Rückseite des Endraß-Hofes an der Burker Straße in Stötten. Im Beisein der Besitzerfamilie und einigen Nachbarsfamilien weihte es Pfarrer Sajimon Vargese feierlich ein. Schon seit vielen Jahrzehnten stand an diesem Platz ein Holzkreuz, doch mittlerweile zeigte es deutliche Verfallerscheinungen. Daniel Lau, der Sohn von Besitzerin Elisabeth Endraß-Rehle, beauftragte deshalb die Zimmerer Georg und Franz Willig aus Penzing, eine

In Stötten ist ein restauriertes Wegkreuz wieder aufgestellt worden.

Bild: Margarete Schreyer

In Stötten ist ein restauriertes Wegkreuz wieder aufgestellt worden.

Bild: Margarete Schreyer

In Stötten und  an der Wertach bei Altdorf haben restaurierte Kreuze wieder ihren Platz gefunden. Wie sich  gläubige Menschen um  das historische Erbe bemühen.

Von Allgäuer Zeitung
30.07.2020 | Stand: 06:00 Uhr

Den kirchlichen Segen erhielt das neue Kreuz an der Rückseite des Endraß-Hofes an der Burker Straße in Stötten (Foto) . Im Beisein der Besitzerfamilie und einiger Nachbarsfamilien weihte es Pfarrer Sajimon Vargese feierlich ein. Schon seit vielen Jahrzehnten stand an diesem Platz ein Holzkreuz, doch mittlerweile zeigte es deutliche Verfallerscheinungen. Daniel Lau, der Sohn von Besitzerin Elisabeth Endraß-Rehle, beauftragte deshalb die Zimmerer Georg und Franz Willig aus Penzing, eine neues Kreuz aus Lächenholz und mit Schindeldach zu fertigen. Der schön geschnitzte Korpus musste nur etwas aufgefrischt werden. Nun grüßt das neue Kreuz, wieder die Dorfbewohner und die Wanderer auf dem vorbei führenden Jakobsweg und ist weiterhin eine Station beim jährlichen Flurumgang.

Auch an der Wertach steht ein  saniertes Flurkreuz

Das Wegkreuz, das jetzt am Wertach-Aktiv-Weg zwischen Altdorf und Ebenhofen zu finden ist, stand ursprünglich einmal an der B 12-Auffahrt Marktoberdorf Nord, Richtung München. Vor zwei Jahren ist es von Unbekannt umgefahren worden und brach. Wegen des geplanten vierspurigen Ausbaus der B12 durfte es laut Straßenbauamt Kempten nicht an gleicher Stelle wieder aufgestellt werden. Die Kirchenverwaltung nahm sich des Kreuzes an und ließ es durch Johannes Lipp restaurieren. Es fand sich dann bald auch ein geeigneter neuer Platz. Er sollte dort sei, wo Georg Eberle schon vor längerer Zeit eine Panorama Bank aufgestellt hat. Das Kreuz ist damit nun auch Teil des Wertach-Aktiv-Weges, der von der Bürgerstiftung Biessenhofen ins Leben gerufen wurde. Das Kreuz soll alle, die hier vorübergehen, dazu anhalten, innezuhalten, es soll schützen und den Glauben an Gott aktivieren. Geweiht wurde es von Pater Jakob, Pfarrer in Biessenhofen. Leider ist nicht bekannt, von wem dieses schöne Wegkreuz ursprünglich stammte.