Frau in Lengenwang fällt auf falschen Microsoft-Mitarbeiter rein

Die Polizei warnt aktuell wieder vor sogenanntem Callcenter-Betrug. Wie es einer Frau aus Lengenwang erging.

Die Polizei warnt aktuell wieder vor sogenanntem Callcenter-Betrug. Wie es einer Frau aus Lengenwang erging.

Bild: Jens Wolf, dpa (Symbolbild)

Die Polizei warnt aktuell wieder vor sogenanntem Callcenter-Betrug. Wie es einer Frau aus Lengenwang erging.

Bild: Jens Wolf, dpa (Symbolbild)

Falscher Microsoft-Mitarbeiter: 41-jährige wird Opfer eines sogenannten Callcenter-Betrugs. Wie viel Geld sie verloren hat und wovor die Polizei aktuell warnt.
04.10.2020 | Stand: 18:00 Uhr

Auf einen sogenannten Callcenter-Betrug ist eine 41-jährige Frau in Lengenwang am Freitag Vormittag hereingefallen. Ein angeblicher Microsoft-Mitarbeiter rief bei der Geschädigten an und wollte von ihr zahlreiche persönliche Daten haben. Unter anderem übergab ihm die Geschädigte im Verlauf des Gesprächs dann auch tatsächlich eine Vielzahl von TAN-Nummern und sonstige Bankdaten. Dadurch gelang es dem Täter laut Polizei, circa 10 000 Euro von ihrem Konto abzubuchen.

Die Polizei Marktoberdorf und das Polizeipräsidium Schwaben Süd-West in Kempten warnen nochmal eindringlich vor solchen Betrugsmaschen. In Zusammenhang mit den sogenannten „Callcenter-Betrügereien“ warnen die Beamten deshalb auch nach wie vor vor dem sogenannten „Enkeltrick“, bei dem sich Betrüger als Verwandte ihrer Opfer ausgeben, sowie von dem „Bedienstetentrick“, der im aktuellen Fall angewendet wurde.

Falsche Notare und Gerichtsvollzieher

Auch bei letzterem sind die Betrugsmaschen vielfältig - und reichen von falschen Teppichreinigern, die ihre Dienste anbieten, über falsche Bankangestellte oder Mitarbeiter von Hardware- und Software-Herstellern bis hin zu falschen Notaren, Gerichtsvollziehern oder Staatsanwälten. All das zählt zu sogenannten Callcenter-Betrügereien mit betrügerischen Anrufen, zumeist aus dem Ausland. Dahinter stehen Netzwerke international agierender Kriminalität, die Callcenter für gewerbs- und bandenmäßigen Betrug unterhalten.