Wasserversorgung

Gemeinde prüft Not-Versorgung: Zweites Standbein für Aitranger Trinkwasser gesucht

Noch immer ist nicht ganz geklärt, wie es mit der Wasserversorgung in der Gemeinde Aitrang im Ostallgäu weitergeht.

Noch immer ist nicht ganz geklärt, wie es mit der Wasserversorgung in der Gemeinde Aitrang im Ostallgäu weitergeht.

Bild: Julian Leitenstorfer

Noch immer ist nicht ganz geklärt, wie es mit der Wasserversorgung in der Gemeinde Aitrang im Ostallgäu weitergeht.

Bild: Julian Leitenstorfer

Die Gemeinde Aitrang prüft eine Notversorgung mit Trinkwasser durch Brunnen Schellerweide. Welche Probleme es dabei gibt.

12.09.2020 | Stand: 06:30 Uhr

Um stets über ausreichend Trinkwasser zu verfügen, braucht Aitrang ein zweites Standbein zum Brunnen Heiligenwald. Das zeigte sich im trockenen Sommer 2018, als eine Notversorgung aus dem Brunnen Schellerweide eingerichtet werden musste. Um die Wasserversorgung, dieses für die Ostallgäuer Gemeinde lebensnotwendige Thema, ging es nun im Gemeinderat.

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Der Brunnen Schellerweide war Aitrang seinerzeit abgesprochen worden, weil er im Hochwassergebiet liegt und das Schutzgebiet nicht ausreichte. Seit Juni 2019 erfolgt die Wasserförderung wieder aus dem Brunnen Heiligenwald. Doch wies das Wasserwirtschaftsamt darauf hin, dass fürs Ausweisen neuer Baugebiete eine gesicherte Wasserversorgung Voraussetzung ist.

Im Gemeinderat erklärte Bürgermeister Michael Hailand, dass inzwischen eine Wassernotversorgung mit Ruderatshofen geprüft wurde. Am Brunnen Heiligenwald wurde eine von zwei Grundwasserpumpen ausgetauscht, um eine bedarfsgerechte Wasserförderung betreiben zu können.

Was das Wasserwirtschaftsamt sagt

Eine Besprechung mit dem Wasserwirtschaftsamt ergab, dass mit dem Brunnen Schellerweide eine dauerhafte Wasserversorgung für Notfälle errichtet werden kann. Dafür sind aber weitere Untersuchungen zur Feststellung des Einzugsbereichs und zur Fließrichtung des Grundwasserstroms nötig. Nach kurzer Diskussion beschloss der Rat einstimmig, das vorliegende Angebot von 17 300 Euro für entsprechende Messungen anzunehmen.

Bürger sind eingeladen

Zum Gemeindeentwicklungskonzept informierte der Bürgermeister, dass dazu am Freitag, 18. September, von 16 bis 21.30 Uhr ein Werkstatt-Termin mit Arbeitsgruppen im Gasthaus Ziegerer stattfindet. Dazu sind alle Bürger eingeladen. Es sollen Arbeitsgruppen zu den Schwerpunkten Soziale Vernetzung, Zukunft des Wohnens in der Gemeinde, Ortsentwicklung Aitrang mit Mühlbach, Bahnhalt und Ortsteilen gebildet werden.  Für die Ortsentwicklung Wenglingen ist ein eigener Termin vorgesehen.

Ab Oktober fängt Birgit Martin aus Marktoberdorf als Seniorenberaterin in Aitrang und Ruderatshofen an, berichtete Hailand. Sie sei auch für die Angehörigen der Senioren da. Derzeit werde ein Büro in der Arztpraxis neben dem Rathaus eingerichtet.

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Postfiliale schließt

Wegen anderweitiger Nutzung der Ladenräume schließt laut Hailand Ende Oktober die Postfiliale im Radgeschäft Kulzer. Die Post sucht deshalb in Aitrang einen neuen Filial-Partner. Hiesige Geschäfte könnten sich damit ein zweites Standbein aufbauen.