Haushaltsplan 2021

Sinkende Schulden trotz höherer Personalkosten in Görisried

840.000 Euro will die Gemeinde Görisried im Jahr 2021 investieren.

840.000 Euro will die Gemeinde Görisried im Jahr 2021 investieren.

Bild: Monika Skolimowska, dpa (Symbolbild)

840.000 Euro will die Gemeinde Görisried im Jahr 2021 investieren.

Bild: Monika Skolimowska, dpa (Symbolbild)

Die Gemeinde Görisried will in diesem Jahr insgesamt 840.000 Euro investieren. Die Verwaltungsausgaben sind hoch. Trotzdem sinken die Schulden der Kommune.
03.05.2021 | Stand: 14:39 Uhr

Mit zwei Gegenstimmen hat der Gemeinderat Görisried den Haushaltsplan für das laufende Jahr 2021 beschlossen. Haushaltssatzung und Finanzplanung 2020 bis 2024 wurden wie von Kämmerin Stephanie Huber vorgetragen mit einer Gegenstimme angenommen.

Wie Bürgermeister Dr. Stephan Bea eingangs sagte, wurde das Zahlenwerk bereits im Finanzausschuss und im Gemeinderat vorbesprochen. Kämmerin Huber bedankte sich bei den Räten, dass zum Haushalt bereits im vergangenen Dezember die ersten Besprechungen stattgefunden hätten, sodass der Etat teilgenau vorbereitet werden konnte. (Lesen Sie auch: Haushalt wird für die Stadt Füssen zur Herkulesaufgabe)

Die Personalkosten in Görisried steigen

Im Vorbericht zum Zahlenwerk wies die Kämmerin darauf hin, dass der Verwaltungshaushalt gegenüber dem Vorjahr um circa 400.000 Euro auf 3, 02 Millionen Euro ansteigen wird. Dies sei auf steigende Personalkosten für die Gemeindeorgane zurückzuführen. Im Rathaus in Görisried sind außerdem Malerarbeiten und der Austausch von Möbeln vorgesehen.

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Wofür Städte und Gemeinden ihr Geld ausgeben

Aufgrund weniger Kinder im Görisrieder Kindergarten reduziert sich zudem der staatliche Zuschuss für die Kinderbetreuung. Gleichzeitig steigen auch in der Kita die Personalkosten und die Sachkosten. Deshalb wird sich das Defizit dieser Einrichtung voraussichtlich auf 220.000 Euro erhöhen. Die Ausgaben für die Feuerwehr werden sich auf dem Niveau des Vorjahres bewegen. Der Kauf eines neuen Feuerwehrfahrzeuges ist erst für 2023 eingeplant.

Gemeinsame Haushaltsstelle für Wasserversorgung

Da 2020 die Wasserversorgungen Görisried und Wildberg/Stadels zusammengeschlossen wurden, wurden sie heuer im Verwaltungshaushalt auch gemeinsam auf einer Haushaltsstelle veranschlagt. Eine neue Gebührenkalkulation ist laut Huber in Bearbeitung. Die neu zu fassenden Satzungen für die Wasserversorgung sollen bis zum neuen Abrechnungszeitpunkt im Oktober fertiggestellt werden.

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Durch die geringere Kreisumlage entstehen Kosteneinsparungen von rund 40.000 Euro. Aufgrund gleichbleibender Schülerzahlen bleibt die Schulverbandsumlage konstant. Dagegen erhöht sich die VG-Umlage durch die Aufstockung im Personalbereich um etwa 30.000 Euro. (Lesen Sie auch: Haushalt in Kaufbeuren: Stadt investiert heuer 47 Millionen Euro)

Einnahmen durch Gewerbesteuer niedriger als im Vorjahr

An Gewerbesteuern werden für Görisried Einnahmen von einer Million Euro gerechnet – etwas niedriger als im Vorjahr, aber noch immer deutlich höher als der Durchschnitt der vergangenen vier Jahre. Dadurch ist in den nächsten Jahren auch mit deutlich höherer Gewerbesteuerumlage und niedrigeren Schlüsselzuweisungen zu rechnen.

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Woher Städte und Gemeinden ihr Geld bekommen

Der Vermögenshaushalt schließt in Einnahmen und Ausgaben mit knapp 1,09 Millionen Euro ab. Kreditaufnahmen für Investitionen und Investitionsfördermaßnahmen wurden ebenso wie Verpflichtungsermächtigungen im Vermögenshaushalt nicht festgesetzt. Die Grundsteuer A beträgt 430 vom Hundert (v. H.), die Grundsteuer B 380 v. H. und die Gewerbesteuer 330 v. H.

Heuer sind Investitionen von rund 840.000 Euro geplant. Dabei schlagen der Abschluss der Hochwasserschutz-Maßnahme am Schwandenbach mit 189.000 Euro und der geplante Neubau eines Bauhofs mit 250.000 Euro zu Buche. Die Verschuldung wird Ende des Jahres rund 1,86 Millionen betragen. Damit sinkt die Pro-Kopf-Verschuldung in Görisried gegenüber dem Vorjahr um 265 Euro auf 1.391 Euro pro Einwohner.

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