In Jengen aus dem Verkehr gezogen

Marktoberdorf: Verfolgungsjagd auf der B12

Auf der B12 zwischen Markotoberdorf und Jengen verfolgten Polizisten einen Kleintransporter.

Auf der B12 zwischen Markotoberdorf und Jengen verfolgten Polizisten einen Kleintransporter.

Bild: Friso Gentsch, dpa (Symbolbild)

Auf der B12 zwischen Markotoberdorf und Jengen verfolgten Polizisten einen Kleintransporter.

Bild: Friso Gentsch, dpa (Symbolbild)

Bei einer Verfolgungsjagd auf der B12 zwischen Marktoberdorf und Jengen hat der Flüchtige zwei Polizeisperren umfahren. Am Ende konnte er doch gestellt werden.
01.06.2021 | Stand: 17:10 Uhr

Am Dienstagmittag hat in Marktoberdorf eine längere Verfolgungsjagd seinen Anfang genommen. Ein 38-jähriger Fahrer eines Kleintransporters flüchtete vor der Polizei bis Jengen, wo er von mehreren Streifen gestellt wurde. Grund war laut Polizeiangaben ein Fahrverbot, das gegen den Mann vorlag.

Der Fahrer eines Mercedes Vito missachtete zunächst von der Kaufbeurer Straße kommend eine rote Ampel, so die Polizei. Eine Polizeistreife beobachtete dies und wollte den Fahrer daher anhalten. Der 38-Jährige beschleunigte aber sofort und flüchtete zunächst durch Marktoberdorf und dann weiter in Richtung B12. Er fuhr in Richtung Norden auf die Bundesstraße und beschleunigte dort auf über 180 Stundenkilometer.

Raser umfährt Polizeisperre bei Neugablonz

Dabei gefährdete er mehrfach den Gegenverkehr, missachtete Überholverbote und Sperrflächen. Eine am großen Kreisverkehr bei Neugablonz errichtete Polizeisperre umfuhr der Raser über die eigentliche Einfahrt in Richtung Süden, fuhr dabei eine komplette Runde im Kreisverkehr und setzte seine Flucht dann wieder über die B12 in Richtung Norden fort.

Kurz vor Jengen errichteten weitere Streifen die nächste Polizeisperre. Als der Mann diese erkannte, wollte er auch die Sperre umgehen, indem er seine Fahrt über die angrenzenden Wiesen in Richtung eines Verbrauchermarktes fortsetzte. Dabei keilten ihn allerdings drei Streifenwägen ein, sodass er nicht mehr weit kam. Allerdings schob der 38-Jährige bei dieser Aktion noch zwei Streifenfahrzeuge ineinander. Dabei entstand ein Sachschaden von rund 10.000 Euro.

Widerstand bei Festnahme

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Der anschließenden Festnahme widersetzte sich der Mann anfangs, erst nachdem die Beamten ihn überwältigt und gefesselt hatten, beruhigte er sich.

Als Motiv für seine halsbrecherische Fahrt gab er an, dass er derzeit kein Auto fahren dürfe, da er seinen Führerschein für einen Monat abgegeben habe. Der Grund dafür sei wiederholtes Telefonieren am Steuer gewesen.

Keine Drogen oder Alkohol im Spiel

Eine Überprüfung des Mannes vor Ort ergab, dass Alkohol und Drogen wohl keine Rolle spielten, die entsprechenden Tests verliefen negativ. Den 38-jährigen erwarten nun mehrere Anzeigen, unter anderem wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, tätlichen Angriffs und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte sowie wegen diverser Verkehrsverstöße.

Zwei Polizeibeamte wurden bei der Festnahme leicht verletzt, der Mann blieb unverletzt.

Zeugen sollen sich bei Polizei melden

Zeugen und insbesondere Personen, die durch die Flucht des Mannes gefährdet wurden, werden gebeten, sich bei der Polizei unter der Telefonnummer 08342/96040 zu melden.

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