Marktoberdorf

Marktoberdorfer Stadtmuseum bleibt bis September zu

Stadtmuseum

Voraussichtlich am 2. Spetember wird das Marktoberdorfer Stadtmuseum wieder öffnen.

Bild: Archivfoto: Stefanie Gronostay

Voraussichtlich am 2. Spetember wird das Marktoberdorfer Stadtmuseum wieder öffnen.

Bild: Archivfoto: Stefanie Gronostay

Um derzeitige Hygienevorgaben einhalten zu können, sind die Räume teils zu klein. Rücksicht auf Aufsichten. Bei Wiedereröffnung Sonderausstellung geplant.

11.06.2020 | Stand: 12:02 Uhr

Etliche Museen in der Region haben nach der Corona-Pause ihren Betrieb wieder aufgenommen. Das Künstlerhaus gehört dazu, das Baschtlehaus in Ebenhofen oder auch das Auerbergmuseum in Bernbeuren. Nach wie vor geschlossen bleiben aber laut Stadtverwaltung die Museen im Martinsheim: das Stadtmuseum, das Riesengebirgsmuseum und das Paul-Röder-Museum. Für eine Wiedereröffnung angepeilt sei der 2. September.

Weitgehende Vorschriften

Voraussetzung dafür seien eine weiterhin positive Entwicklung der allgemeinen Gesundheitslage sowie ein für Besucher und Personal konsequent einzuhaltendes Schutz- und Hygienekonzept. Aufgrund der Vorgaben über das Verhalten im öffentlichen Raum, insbesondere in geschlossenen öffentlichen Räumen, hält sich die Stadtverwaltung an die Empfehlungen der Landesstelle für nichtstaatliche Museen. Deren Empfehlungen und Vorschläge von Schutzkonzepten seien vor Ort mitunter schwierig umzusetzen. So seien die Ausstellungsräume des Stadtmuseums beispielsweise zu klein für die benötigte Abstandsfläche. Einige der Räume seien kleiner als zehn Quadratmeter. Es würden gleichzeitig pro Person 20 Quadratmeter empfohlen. Sicherheitsabstände seien daher nur schwer einzuhalten, besonders dann, wenn mehrere Besucher mit unterschiedlichem Durchgangstempo die in Rundgängen arrangierten Dauerausstellungen besuchen.

Aufgrund der Inneneinrichtung gebe es darüber hinaus Schwierigkeiten, eine angemessene Durchlüftung der Räume zu gewährleisten, die für die Corona-Prävention sehr wichtig sei. Für Exponate sollten zudem gleichbleibende klimatische Bedingungen herrschen. Ein besonderes Augenmerk sei auch auf die Gesundheit der Museumsaufsichten zu legen. „Die ehrenamtlichen Aufsichten im Stadtmuseum bestehen ausschließlich aus Mitgliedern des Heimatvereins und damit aus überwiegend älteren Personen, die gemäß Robert-Koch-Institut ein erhöhtes Risiko für einen schweren Erkrankungsverlauf haben“, heißt es in einer Pressemitteilung aus dem Rathaus.

Das Wiedereröffnungsdatum sei daher in Absprache mit dem Vorstand des Heimatvereins festgelegt worden und setze voraus, dass sich Freiwillige des Heimatvereines für die Aufsicht melden. Bei einer Wiedereröffnung sei eine kleine Sonderausstellung „verlorener“ Kirchenschätze im großen Raum im zweiten Stock ins Auge gefasst worden.

Hartmannhaus weiter Baustelle

Wegen Sanierungsarbeiten nach wie vor geschlossen ist das Heimatmuseum im Hartmannhaus. Parallel zur baulichen Komponente erfolge von Seiten der Museumsverwaltung die Neukonzeption einer Dauerausstellung heißt es in der Pressemitteilung.