Lange leer stehendes historisches Wirtshaus

Marktoberdorfer Stadtrat genehmigt Wohnheimpläne in der früheren Kultkneipe Aha

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Die Baufirma Höbel, zugleich Gebäudeeigentümerin, baut das jahrelang leer stehende Baldauf-Haus auf dem Marktoberdorfer Stadtplatz um.

Bild: Archiv-Heinz Budjarek

Die Baufirma Höbel, zugleich Gebäudeeigentümerin, baut das jahrelang leer stehende Baldauf-Haus auf dem Marktoberdorfer Stadtplatz um.

Bild: Archiv-Heinz Budjarek

Ins "Baldauf" auf dem Stadtplatz in Marktoberdorf sollen wieder ein Lokal – und ein Wohnheim der Lebenshilfe einziehen. Warum eine Nutzungsänderung nötig ist.
21.07.2021 | Stand: 12:45 Uhr

Seit Mitte Dezember ist die Idee hinter dem Umbau der früheren Marktoberdorfer Kultkneipe Aha (Baldauf-Haus) auf dem Stadtplatz im Prinzip klar: Oben soll ein Wohnheim der Lebenshilfe Ostallgäu mit 19 barrierefreien Wohnplätzen für Menschen mit Handicap entstehen, unten eine Erlebnisgastronomie mit Brauerei und ungefähr 130 Plätzen. Detailliert sprach der Gebäudeeigentümer, Bauunternehmer Werner Höbel (Ernst Höbel GmbH), darüber im Dezember mit unserer Zeitung.

Baldauf-Haus in Marktoberdorf: Auch der historische Wintergarten wird rekonstruiert

Und auch Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell nannte die Pläne, die neben dem Umbau des Bestandsgebäudes die Rekonstruktion des historischen Wintergartens und den Anbau eines zusätzlichen Gebäudes mit Garagen beinhalten, schon damals "eine gelungene Sache“.

Nur war aber noch offiziell der Stadtrat gefordert, die Änderungsgenehmigung (Tektur) für den Bebauungsplan zu erteilen. Abteilungsleiterin Marion Schmidt von der städtischen Bauverwaltung erklärte, dass für die zwei geplanten Wohngruppen in den Obergeschossebenen von Alt- und Neubau eine Nutzungsänderung von den ursprünglich genehmigten Gewerbe- und Wohneinheiten zur Nutzungsart Wohnheim nötig sei. Der Gebäudegrundriss samt Anordnung der Fenster werde entsprechend angepasst.

Städtische Bauverwaltung: Für die geänderte Nutzung sind 22 Parkplätze nötig

„Die Nutzung im Erdgeschoss, also Gastronomie im Bestand und Parkplätze im Neubau, bleibt wie ursprünglich genehmigt“, sagte Schmidt. Für die geänderte Nutzung seien 22 Parkplätze nötig. 20 würden auf dem Areal nachgewiesen, zwei Stellplätze abgelöst. Einstimmig erteilte der Stadtrat das gemeindliche Einvernehmen. Arno Jauchmann (CSU) betonte nochmals, wie glücklich er über den Aha-Umbau als Musterbeispiel gelebter Inklusion in der Marktoberdorfer Stadtmitte sei.

Lesen Sie auch: Unten Gastro, oben Wohnheim: Wie die frühere Kultkneipe Aha in Marktoberdorf wiederbelebt wird.

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