Umweltbewusste Weihnachten

Nachhaltig Weihnachten feiern? Der Bund Naturschutz Ostallgäu gibt Tipps

Unter den Christbäumen werden auch dieses Jahr wieder viele Geschenke liegen. Ist deren Herstellung unbedenklich?

Unter den Christbäumen werden auch dieses Jahr wieder viele Geschenke liegen. Ist deren Herstellung unbedenklich?

Bild: Karl-Josef Hildenbrand, dpa (Symbolbild)

Unter den Christbäumen werden auch dieses Jahr wieder viele Geschenke liegen. Ist deren Herstellung unbedenklich?

Bild: Karl-Josef Hildenbrand, dpa (Symbolbild)

Wie lässt sich Weihnachten möglichst nachhaltig feiern? Der Bund Naturschutz gibt Tipps für den Kauf des Christbaums, der Geschenke und für den Braten.
20.12.2021 | Stand: 05:30 Uhr

„Zum Weihnachtsfest ist es Zeit, darüber nachzudenken, was wir wirklich benötigen und wie die Produktionsbedingungen für die Geschenke sind“, sagt Josef Kreuzer, Vorsitzender der Bund Naturschutz-Kreisgruppe Ostallgäu-Kaufbeuren.

Bio-Weihnachtsbäume nennt er in seiner Pressemitteilung als Beitrag zum Artenschutz. Denn bei Weihnachtsbäumen aus konventioneller Produktion werde viel gespritzt und gedüngt. Am umweltschonendsten erzeugt seien heimische Nadelbäume aus den hiesigen Wäldern, die auch im Rahmen der Waldpflege anfallen oder auf Leitungstrassen wachsen. Eine Liste von Anbietern von ökologisch oder giftfrei angebauten Bäumen gibt es unter www.bund-naturschutz.de.

Bund Naturschutz Ostallgäu setzt auf LED-Kerzen am Christbaum

Wer Lichterketten nutzen möchte, sollte LED-Modelle verwenden, sagt Kreuzer. Diese hielten länger und verbrauchen bis zu 90 Prozent weniger Strom. Als Außenbeleuchtung eignen sich solarbetriebene LED-Lichterketten. Grundsätzlich sollte die Deko nicht permanent brennen. Zeitschaltuhren gebe es im Handel für weniger als zehn Euro.

Bei Kerzen sollte man auf das „RAL-Gütezeichen Kerzen“ achten. Rund 70 Prozent der in Deutschland angebotenen Kerzen tragen dieses Siegel. Es verpflichtet Hersteller, sich bei den Inhaltsstoffen an Grenzwerte hinsichtlich Gesundheit und Umwelt zu halten. Die meisten Kerzen – auch die mit Siegel – würden trotzdem zu großen Teilen aus dem umstrittenen Palmöl hergestellt. Eine bessere Alternative seien Kerzen aus Bienenwachs.

Weihnachtsessen: Kreuzer rät von der Stopfgans ab

Nicht nur bei den Zutaten für Plätzchen und Stollen sollte man auf umweltschonend erzeugte Ökolebensmittel, sondern auch beim Weihnachtsmenü. So rät Kreuzer von besonders billig angebotenen Gänsen oder Teilstücken ab, sie könnten aus Stopfleber-Mast stammen. Dieses Verfahren verstoße gegen das Tierschutzgesetz.

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Im Naturkost- oder Eine-Welt-Laden gebe es viele hochwertige, umweltfreundliche Geschenke aus fairem Handel, aus pestizidfreier, ökologischer Produktion, die soziale Kriterien wie angemessene Löhne berücksichtigen und Kinderarbeit ausschließen. Und bei Kleidung als Weihnachtsgeschenk empfiehlt er Produkte aus Naturmaterialien mit ökologischen Farbstoffen.

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