Rettenbach

Neue Planung für Gewerbegebiete

Viele Punkte hat der Gemeinderat Rettenbach abgearbeitet. Zentral war dabei die Änderung der Bauleitplanungen für die Gewerbegebiete Frankau-Nord und Westerhof. Dafür wird auch der Flächennutzungsplan geändert.

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Von Rosemarie Klimm
05.12.2019 | Stand: 15:49 Uhr

Zur dritten Änderung des Flächennutzungsplans berichtete Bürgermeister Reiner Friedl von umfangreichen Vorgesprächen mit allen Beteiligten. Mit der Änderung sollen die Flächen für den Gewerbepark Westerhof besser abgerundet werden. Das Gewerbegebiet Frankau soll nach Westen um sechs Hektar Fläche erweitert werden. Dagegen soll im Osten eine Fläche von einem Hektar wegfallen.

Zudem wird der am Bau- und Wertstoffhof bereits vorhandene Bolzplatz zum Sportplatz ausgebaut, nachdem der bisherige Platz beim Jugendzeltplatz den Vereinen nicht gefällt.

Einstimmig beschloss der Gemeinderat die Aufstellung des geänderten Flächennutzungsplans. Die Änderung wurde ans Architekturbüro Hörner in Schongau vergeben, laut Bürgermeister der günstigste Anbieter. Für den Grünordnungsplan wurde Heidi-Frank-Krieger, Kaufbeuren, beauftragt. Ebenso einstimmig wurde die erneute Änderung des Bebauungsplans Gewerbegebiet Frankau Nord beschlossen. Auch damit wurden das Büro Hörner beziehungsweise Frank-Krieger betraut.

Die Auftragsvergabe für die Änderung des Bebauungsplans Gewerbepark Westerhof hatte der Gemeinderat schon im Juni befürwortet. Wie Bürgermeister Friedl nun sagte, erhöhen sich die Kosten dafür um 4000 Euro, nachdem vermehrt ökologische Ausgleichsflächen benötigt werden. Einstimmig genehmigte der Rat die Erhöhung. Für Grünordnung und Umweltbericht wurde auch hier Frank-Krieger beauftragt. Die schalltechnischen Gutachten zur Erweiterung beider Gewerbegebiete soll eine Firma aus Landshut erstellen. Da es im Erweiterungsbereich des Gewerbeparks Frankau-Nord Höhenunterschiede bis zu 20 Metern gibt, wurde die notwendige Gelände- und Höhenvermessung an die Firma Bach vergeben.

Insgesamt wurden laut Bürgermeister Friedl Aufträge in Höhe von rund 80 000 Euro vergeben. Die Entscheidung für das Anbringen einer Dachrinnenheizung an der Mehrzweckhalle wurde vertagt, bis weitere Angebote vorliegen.

Bürgermeister Friedl berichtete auch von einer Bürgermeisterdienstbesprechung im Landratsamt, bei der Vertreter des Kriseninterventionsdienstes (KID) Ostallgäu ihre Arbeit vorstellten. Der KID finanziert sich demnach ausschließlich durch Spenden. Friedl schlug eine einmalige Spende von 500 Euro an den KID vor – für dessen „außerordentlich effektiven“ Einsatz bei der tragischen Gasexplosion in der Gemeinde. Sie wurde einstimmig bewilligt.

Der Zuschussantrag der Rettenbacher Blasmusik für Instrumentenbeschaffungen wurde bis zur nächsten Sitzung aufgeschoben, da dabei noch einige Fragen zu klären sind. Grundsätzlich wurde jedoch Zustimmung zum Antrag signalisiert.

Zum Gemeindewahlleiter und dessen Stellvertreter wurden die beiden Ehrenbürger Alois Furch und Franz Gast bestellt.

Der als Zuhörer in der Sitzung anwesende Skiclubvorsitzende Markus Eisenmann dankte den Gemeinderäten für die Erstellung des neuen Sportplatzes. Im neuen Jahr ist der Bau einer Hütte samt Umkleidemöglichkeiten am neuen Platz geplant, berichtete Eisenmann.